Borussia Mönchengladbach

Gladbacher Horror-Saison hat Folgen: Diese 9 Spieler sollen gehen

Dominik Hager
Borussia Gladbach wird einige prominente Spieler ziehen lassen
Borussia Gladbach wird einige prominente Spieler ziehen lassen / Stuart Franklin/GettyImages
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Die desolate Saison von Borussia Mönchengladbach wird definitiv Konsequenzen mit sich bringen. Spätestens nach der peinlichen Klatsche im Derby gegen Köln sollte allen klar sein, dass ein radikaler Umbruch her muss. Zu diesem wird es im Sommer auf jeden Fall kommen. Zahlreiche Spieler haben keine wirkliche Zukunft im Verein und wohl zum Teil auch keinen Bock mehr auf die Borussia. Die BILD berichtet von einer XXL-Streichliste an Spielern, die gehen sollen und dabei gleichzeitig Geld für Neueinkäufe generieren würden. Wir werfen einen Blick auf die Verkaufskandidaten.


1. Marcus Thuram (Vertrag bis 2023)

Schnell, schussstark, robust, durchsetzungsfähig: Das sind die Eigenschaften, die Marcus Thuram eigentlich charaktisieren. Der Spieler wurde nach seinem Wechsel zur Borussia Publikumsliebling, Leistungsträger und hat es sogar in den EM-Kader der Equipe Tricolore geschafft. In dieser Saison fiel der Franzose aber eher mit Null-Bock-Auftritten und Verletzungen auf. Damit hat er sich sein Standing bei den Fans trotz zuletzt zum Teil wieder besseren Leistungen zerstört. Thuram soll nun zu Geld gemacht werden. Wenngleich sich sein Marktwert von 40 auf 20 Millionen Euro halbiert hat, besitzt er noch immer den größten Marktwert der Verkaufskandidaten.

2. Alassane Plea (Vertrag bis 2023)

Der schussstarke und robuste Angreifer hat seit seinem Wechsel zu Gladbach im Sommer 2018 Höhen und Tiefen hinter sich. Zwar gehört er mit insgesamt 45 Toren und 26 Vorlagen zu den besten Scorern der letzten Jahre, jedoch leistet er sich zu viele Phasen, in denen gar nichts geht. Bis zum 20. Spieltag erzielte der Franzose nur drei Tore und gab eine Vorlage. In den letzten Monaten zündete Plea dann wieder und erzielte zehn Scorer in den vergangenen zehn Spielen. Trotz allem ist er zu unkonstant und konnte sich mit seiner unnahbaren Art nie in die Herzen der Fans spielen. Auch für Plea ist sicherlich noch ein ordentlicher Betrag möglich.

3. Breel Embolo (Vertrag bis 2023)

Der athletische Angreifer hat es während seiner Zeit in Gladbach nie geschafft, seine Verletzungsanfälligkeit abzulegen. Doch selbst wenn er fit ist, kommen gefühlt nach zwei guten Auftritte wieder fünf enttäuschende. In Summe ist der 25-Jährige einfach nicht effektiv genug für einen Offensivspieler. Hinzu kommt, dass er seinen 2023 auslaufenden Vertrag nicht verlängern möchte. Daher wollen ihn die Fohlen zu Geld machen.

4. Ramy Bensebaini (Vertrag bis 2023)

Der Linksverteidiger hatte seit seinem ersten Tag in Gladbach kaum Anpassungsprobleme und etablierte sich bald den Ruf, zu den besten Linksverteidigern der Liga zu gehören. Der Algerier war vor allem defensiv immer eine Bank und ging auch als Führungsspieler voran.

In dieser Spielzeit wackelte jedoch auch Bensebaini enorm und leistete sich einige Katastrophen-Auftritte, die man bislang so nicht kannte. Der 27-Jährige hat wohl auch Probleme, sich angesichts des Tabellenstandes voll pushen zu können. BILD-Angaben zufolge hat der Spieler Gladbach aber ohnehin immer nur als Sprungbrett betrachtet. Der BVB soll Interesse haben, allerdings ist fraglich, ob Rose den Spieler nach dessen schwachen Saison noch haben möchte.

5. Stefan Lainer (Vertrag bis 2024)

Stefan Lainer war zu Rose-Zeiten eine absolute Stütze im Team. Mit seiner Kampfstärke und Zuverlässigkeit kam der Österreicher auch bei den Fans immer gut an. In dieser Saison lief es aber auch für den 29-Jährigen nicht rund. Erst fehlte er lange wegen einer Verletzung, anschließend konnte er nicht an seine alten Leistungen anschließen. Der Rechtsverteidiger ist eben auch ein Spieler für die Viererkette und weder als Innenverteidiger, noch als Schienenspieler in der Form zu gebrauchen. Vieles spricht dafür, dass die Zukunft dem 19-jährigen Joe Scally gehört.

6. Laszlo Bénes (Vertrag bis 2024)

Der zentrale Mittelfeldspieler ist wohl der Inbegriff eines ewigen Talents. Der heute 24-jährige debütierte bereits im Jahr 2016, hat seitdem aber eigentlich keine entscheidenden Schritte nach vorne gemacht. Selbst eine Augsburg-Leihe verbesserte die Situation nicht. Bénes ist zu verletzungsanfällig und auch ansonsten in seinen Leistungen nur biederes Mittelmaß.

7. Andreas Poulsen (Vertrag bis 2023)

Immerhin kann man Poulsen nicht vorwerfen, dass er an der Gladbach-Misere eine Schuld trägt. Der 22-Jährige ist schließlich aktuell Leih-Spieler von Ingolstadt. Dort läuft es für den Linksverteidiger aber auch nicht gut. Ingolstadt ist abgeschlagener Tabellen-Letzter und Poulsen durfte nur vier Spiele absolvieren. Selbstredend deutet demnach wenig darauf hin, dass er sich bei den Fohlen durchsetzen kann. Der einst als Wendt-Nachfolger verpflichtete Däne hat keine Zukunft am Niederrhein.

8. Keanan Bennetts (Vertrag bis 2022)

Der 23-Jährige ist so ein Spieler, der zwar im Kader steht, aber von niemandem so richtig wahrgenommen wird. Der Mittelfeldspieler kam im Sommer 2018 aus der U23 von Tottenham, konnte sich aber nie durchsetzen. Eine zwischenzeitliche Leihe nach England brachte auch keinen Erfolg. Mehr als vier Kurzeinsätze sprangen in dieser Saison nicht heraus. Der Spieler kann den Verein verlassen.

9. Matthias Ginter (Vertrag bis 2022)

Der Abwehrspieler hat sich schon im Winter klar positioniert und wird seinen Vertrag nicht verlängern. Selbst wenn der Nationalspieler bis jetzt noch keinen Verein gefunden hat, gibt es definitiv kein zurück mehr. Ginter hat keine Lust mehr auf Gladbach und die Gladbacher inzwischen auch nicht mehr wirklich auf ihn. Die letzten Wochen verliefen schon eher unruhig, zumal Hütter den Innenverteidiger sogar mal auf der Bank schmoren ließ. Ein wenig erfreuliches letztes Kapitel nach einer eigentlich guten Zusammenarbeit.


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