Gladbach: Heimspiel gegen St. Pauli als Knackpunkt für Neuhaus?

Nach fünf einsatzlosen Spielen könnte Florian Neuhaus gegen St. Pauli wieder spielen.
Florian Neuhaus
Florian Neuhaus | Christian Verheyen/GettyImages

Über die letzten fünf Spiele hat Florian Neuhaus nicht eine einzige Einsatzminute bekommen. Das ist eine Negativ-Serie, die er abseits von verletzungsbedingten Zwangspausen selbst unter Gerardo Seoane nie aufgestellt hatte. Dabei galt Eugen Polanski anfangs noch als Glücksgriff für den 28-jährigen Mittelfeldspieler.

Umso wichtiger könnte auch für Neuhaus persönlich das Heimspiel gegen den FC St. Pauli werden, das Borussia Mönchengladbach am Freitagabend bestreiten wird. Gegen die Hamburger, die in der Tabelle nur einen Zähler hinter der Fohlenelf stehen, wäre ein Heimsieg umso wichtiger.

Bringt Neuhaus die Lösung für ein großes Gladbach-Problem?

Das Problem, das für Neuhaus zugleich zum Vorteil werden könnte: Für einen Heimsieg wird es Tore brauchen, bestenfalls gleich mehrere. Doch das Toreschießen ist in der bisherigen Rückrunde eine Disziplin, in der sich die Mannschaft von Polanski so überhaupt nicht wohlfühlt. In der Rückrundentabelle, bei der die Borussia lediglich auf dem 15. Platz steht, stechen die mickrigen fünf Tore aus acht Spielen regelrecht heraus. Wenig überraschend bedeutet das die schwächste Rückrunden-Offensive in der ganzen Bundesliga.

Neuhaus jedoch bringt Fähigkeiten mit, die das Toreschießen erleichtern können. Nicht umsonst hatte er bis zu seiner jüngsten Einsatz-Durststrecke eine für den Gladbach-Kader gute Tore-zu-Gegentore-Statistik bei seinen Spielen vorzuweisen. Mit Rocco Reitz wird ein Mittelfeldspieler ohnehin ausfallen, sodass sich eine Chance für eine Startelf-Rückkehr ergeben könnte.

Borussia Dortmund v Borussia Mönchengladbach - Bundesliga
Die letzten Einsätze von Neuhaus liegen mittlerweile etwas zurück | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Die Rheinische Post mutmaßte bereits zu Wochenbeginn, das Neuhaus zu "Polanskis Startelf-Überraschung" am Freitagabend werden könnte. Nachdem der Cheftrainer schon im Training auffällig intensiv mit dem Kreativspieler geredet hatte, kommentierte er gegenüber der RP: "Ich hatte ein gutes Gespräch mit Flo, sodass er weiß, wieso er in den letzten Spielen deutlich weniger Spielzeit hatte als zuvor. Flo wird aber noch wichtig sein."

Gegen St. Pauli ist ein Startelf-Comeback so wahrscheinlich, wie es seit mehreren Wochen nicht mehr war. Eines ist jedoch klar - und zwar unabhängig davon, ob Neuhaus tatsächlich starten darf oder ob er später eingewechselt wird: Er wird Argumente sammeln müssen. Er ist es, der aus einer Herausforderer-Rolle aufspielt und damit zeigen muss, wieso er keine fünf Spiele hintereinander über die volle Distanz auf der Bank sitzen sollte.

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