Der 2:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den FC St. Pauli war der nächste Meilenstein auf dem Weg in Richtung Klassenerhalt. Die Fohlen konnten den Vorsprung auf den direkten Konkurrenten, der auch nach diesem Spieltag auf dem Relegationsplatz stehen wird, am Freitagabend auf vier Punkte vergrößern.
Dass sich die Borussia nun wieder ein wenig Luft verschaffen konnte, lag auch an der starken Leistung von Torhüter Moritz Nicolas. Der 28-Jährige hielt gegen die Kiezkicker bereits zum zehnten Mal in dieser Saison die Null. In der Bundesliga blieb nur Dortmunds Gregor Kobel bisher häufiger ohne Gegentor (elfmal).
Wenn es nach Gladbachs Sportchef Rouven Schröder geht, sollten die Auftritte seiner Nummer eins auch mit einer Nominierung für die WM im kommenden Sommer belohnt werden. "Wir gönnen jedem die Weltmeisterschaft. Und wenn er da einer von sein soll, dann wünschen wir ihm das natürlich", sagte er gegenüber Sky Sport.
"Wir sehen, wie hart Moritz arbeitet. Vor allem ist er unfassbar ehrgeizig. Er ist ein richtiger Perfektionist, der wirklich bis zum Schluss alles richtig machen will. Großes Kompliment an Moritz, der wirklich vorangeht und ganz stabil ist", lobte Schröder den Schlussmann.
Nicolas in der Außenseiterrolle
Doch wie realistisch ist es, dass Nicolas im Sommer Teil der deutschen Nationalmannschaft sein wird? Der Keeper stand bereits für die U19, U20 und U21 des DFB zwischen den Pfosten, wartet aber noch auf seine erste Nominierung für das A-Nationalteam.
Nicolas gehört sicherlich zum erweiterten Kreis der WM-Kandidaten. Allerdings betonte Julian Nagelsmann in der Vergangenheit immer wieder, dass er nicht zwingend nach Leistungen nominieren wolle. Es scheint daher realistischer, dass der Bundestrainer hinter Oliver Baumann und Alexander Nübel einen dritten Torwart mit mehr Erfahrung im Nationalteam zum Turnier mitnimmt.
Der Gladbacher Torhüter darf genauso wie Finn Dahmen, Noah Atubolu oder Stefan Ortega zwar hoffen, am Ende das begehrte WM-Ticket zu erhalten. Eine große Überraschung wäre dies aber trotzdem.
