Gladbach: Schröder antwortet auf Trainerfrage

Eugen Polanski steht vor den zwei Keller-Duellen unter Druck.
Eugen Polanski und Rouven Schröder
Eugen Polanski und Rouven Schröder | Christian Verheyen/GettyImages

Borussia Mönchengladbach steht nach einem bislang schwachen Jahr 2026 arg unter Druck und ist wieder mittendrin im Abstiegssumpf. Eugen Polanski, der nach seinem Amtsantritt zunächst gut gepunktet hatte, gerät dadurch immer mehr in den Fokus.

Die Bild hatte zu Wochenbeginn berichtet, dass der Trainer aus den kommenden beiden Spielen gegen den FC St. Pauli und 1. FC Köln mindestens einen Sieg braucht (90min berichtete). Ansonsten werde Gladbach in der Länderspielpause wohl einen Wechsel an der Seitenlinie vornehmen. "Auch wenn das eigentlich niemand will", wie es als Ergänzung heißt.

Angesichts dieser Ausgangslage bietet sich für die Mannschaft, die ohne Wenn und Aber deutlich underperformt, ein passendes Alibi, sollten die kommenden Partien tatsächlich in den Sand gesetzt werden. Sportchef Rouven Schröder wurde daher auf der Pressekonferenz von dem Pauli-Spiel gefragt, ob es nicht eine Maßnahme wäre, Polanski deutlich den Rücken zu stärken, indem man klarstellt, auch bei einem Abstieg an ihm festzuhalten. Dadurch würden die Spieler mehr in die Pflicht genommen.

Schröder weicht schwammig aus

"Da hast du mir eine Frage gestellt", entgegnete Schröder, bevor er zu einer Erklärung ausholte: "Da es kein Trainerthema [bei uns] gibt, muss ich nichts dazu sagen oder es irgendwie zumachen. [...] Öffentlich haben wir das [ein Ultimatum, Anm.] nie besprochen und inhaltlich ist es für uns kein Thema. Von daher muss ich weder nach außen, noch nach innen etwas besprechen oder anweisen."

"Wir sind grundsätzlich von Eugen überzeugt, das haben wir immer betont", führte Schröder aus. "Von daher kann ich die Frage damit beantworten, dass wir nichts nach außen tragen müssen. Wir haben nichts infrage gestellt. Wir sind zufrieden mit Eugen. Wir sehen, wie er arbeitet und wie er die Jungs vorbereitet."

Das sind zwar nette Worte vom Sportchef, doch echte Rückendeckung sieht ehrlicherweise auch anders aus. Denn selbst wenn die Trainerfrage von Vereinsseite nicht eröffnet wurde, so hätte Schröder das medial aufgebrachte Thema schnell schließen können. Mit seiner schwammigen Antwort hat er das jedoch verpasst.

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