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Polanski-Experiment erfolgreich: Bleibt Honorat jetzt in der Joker-Rolle?

Aus einer ungewohnten Joker-Rolle heraus konnte Franck Honorat überzeugen. Eugen Polanski freute sich vor allem über die professionelle Reaktion des Franzosen.
Franck Honorat erzielte als Joker den finalen Siegtreffer für die Borussia
Franck Honorat erzielte als Joker den finalen Siegtreffer für die Borussia | Christian Verheyen/GettyImages

Normalerweise gehört ein Spieler vom Format von Franck Honorat bei Borussia Mönchengladbach nicht auf die Ersatzbank, sondern in die Startelf. "Als junger Trainer kämpft man ein bisschen. Du hast Ideen und dann trifft es Franck Honorat, der immer spielen muss und wahrscheinlich immer spielen wird", kommentierte Eugen Polanski seine Entscheidung auch entsprechend (via Rheinische Post).

Honorat habe bei seinen letzten Einsätzen "ein paar Entscheidungen getroffen, die nicht perfekt waren – ohne, dass es schlecht war", so Polanski weiter. Der Cheftrainer berichtete von einem Gespräch mit dem Franzosen vor dem 2:0-Heimsieg über den FC St. Pauli: "Das habe ich mit ihm diskutiert und ihn nach seiner Meinung gefragt und vorsichtig vorgefühlt. Er hat sich professionell verhalten und gesagt: ‚Egal, wie du dich entscheidest, du triffst die richtige Entscheidung.'"

Schlussendlich ist das Risiko aber aufgegangen. Honorat wurde in der 57. Minute eingewechselt und konnte wenige Minuten später (62.) zum vorentscheidenden 2:0 treffen. Polanski zeigte sich natürlich erfreut, dass seine Entscheidung auch Früchte getragen hatte. Aber auch den grundsätzlichen Entschluss, Hugo Bolin und Wael Mohya als die offensiven Akteure neben Haris Tabakovic einzusetzen, würde er im Hinblick auf dieses einzelne Spiel "immer wieder so treffen": "Ich habe Franck gesagt, dass er eine Vorlage oder ein Tor liefern kann, wenn er reinkommt. Damit bin ich sehr zufrieden, aber vor allem damit, wie er reagiert hat."

Bleibt Honorat jetzt in der Joker-Rolle?

Nun stellt sich also die Frage, ob Honorat wegen dieses Erfolgsfalls zum neuen Joker-Fohlen unter Polanski wird – ob sich sein Bankplatz mit vergleichsweise früher Einwechslung wiederholen wird.

Davon ist wohl kaum auszugehen. Wie der Coach selbst sagte: Eigentlich müsste und wird Honorat immer spielen. Es ist schlichtweg zu riskant, auf die Qualität des 29-Jährigen über etwa zwei Drittel der Spielzeit freiwillig zu verzichten. Auch wenn er zuletzt nicht immer an seinem oberen Leistungsniveau performt hat und es satte 314 Tage brauchte, bis er wieder ein Pflichtspiel-Tor erzielte, so kann er doch für Momente sorgen, die andere Spieler in der Form nicht in petto haben. Beim Rheinderby gegen den 1. FC Köln wird er vermutlich schon wieder zu ersten Elf gehören.

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