Frauen-Bundesliga: Werder-Neuzugang Sanders glaubt an den Klassenerhalt

Daniel Holfelder
Stefanie Sanders, hier im Trikot der deutschen U20
Stefanie Sanders, hier im Trikot der deutschen U20 / CHARLY TRIBALLEAU/GettyImages
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Die Frauen des SV Werder Bremen haben eine Hinrunde zum Vergessen hinter sich. Nach zehn Spielen stehen die Grün-Weißen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt sechs Punkte.

Vor allem im Angriff haperte es beim Team von Trainer Thomas Horsch gewaltig. Gerade einmal sechs Törchen haben die Bremerinnen in der ersten Saisonhälfte erzielt - nur Schlusslicht Turbine Potsdam (Fünf Treffer) weist eine noch schlechtere Bilanz auf.

Kein Wunder also, dass sich der Nordklub für die Rückrunde im Offensivbereich verstärkt hat. Mit Stefanie Sanders vom schwedischen Spitzenteam FC Rosengard holte Werder eine alte Bekannte zurück an die Weser, die bereits von 2013 bis 2016 das grün-weiße Trikot trug. Die Angreiferin ist überzeugt davon, dass sie mit ihrem neuen alten Klub den Klassenerhalt schaffen wird.


Im Interview mit dfb.de erklärte Sanders, dass sie die prekäre sportliche Lage keineswegs davor abgeschreckt habe, zurück nach Bremen zu wechseln. "Wir wissen alle, dass wir uns in einer sportlich sehr schwierigen Situation befinden", erklärte die 24-Jährige. "Das macht aber auch gerade den Reiz aus, unser Ziel dennoch zu erreichen." Sie sei überzeugt davon, dass die Mannschaft das Potenzial besitzt, um in der Liga zu bleiben.

Zur Rückkehr nach Bremen habe sie sich aus zwei Gründen entschieden. Zum einen wolle Sanders "wieder mehr Spielzeit sammeln" und Werder zum Klassenverbleib verhelfen. Zum anderen sprach für die Rückkehr, "dass ich mich in Bremen gut auskenne und mich hier immer sehr wohl gefühlt habe."
Ihre Heimat in der Lüneburger Heide befinde sich nur eine Stunde Fahrzeit entfernt, es sei "immer gut, nicht weit von zu Hause entfernt zu sein", so die Stürmerin.

Schießt Sanders Werder zum Klassenerhalt?

Obwohl Sanders in Rosengard keine Tormaschine war - sechs Treffer in der vergangenen Saison -, stellen die Fans große Erwartungen an die Neuverpflichtung. Sie selbst wolle sich zwar nicht als Hoffnungsträgerin bezeichnen, werte es aber als positives Zeichen, wenn sie von anderen so gesehen werde, sagte die ehemalige deutsche Junioren-Nationalspielerin.

Ob Sanders tatsächlich das Zeug mitbringt, um Bremen aus dem Keller zu schießen, wird sich schon bald herausstellen. Zum Rückrundenauftakt am 5. Februar reisen die Grün-Weißen ins Ulrich-Haberland-Stadion nach Leverkusen. Werder-Sympathisanten hätten sicher nichts dagegen, wenn die neue Angreiferin direkt erfolgreich ist und für den ersten Saisonsieg sorgt.


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