90min-Ranking: Die 5 besten zentralen Mittelfeldspielerinnen der Frauen-Bundesliga-Hinrunde

Daniel Holfelder
Janina Minge (vorne) und Georgia Stanway (im Hintergrund, links) waren die beiden besten zentralen Mittelfeldspielerinnen der Hinrunde
Janina Minge (vorne) und Georgia Stanway (im Hintergrund, links) waren die beiden besten zentralen Mittelfeldspielerinnen der Hinrunde / Jan Hetfleisch/GettyImages
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Zehn von 22 Spielen sind bereits gespielt, gegenwärtig befindet sich die Frauen-Bundesliga in der Winterpause. 90min hat die Hinrunde genau verfolgt und wählt nun die Spielerinnen aus, die besonders überzeugen konnten. Hier ein Überblick über die fünf besten Akteurinnen im zentralen Mittelfeld.


Das gesamte Ranking und alle Positionen im Überblick

Die 5 besten Torhüterinnen
Die 5 besten Rechtsverteidigerinnen
Die 5 besten Innenverteidigerinnen
Die 5 besten Linksverteidigerinnen
Die 5 besten defensiven Mittelfeldspielerinnen
Die 5 besten zentralen Mittelfeldspielerinnen

Die 5 besten offensiven Mittelfeldspielerinnen
Die 5 besten Rechtsaußen
Die 5 besten Linksaußen
Die 5 besten Stürmerinnen


1. Janina Minge (SC Freiburg)

Janina Minge
Janina Minge / Jan Hetfleisch/GettyImages

Bei der Spitzenreiterin gibt es keinen Zweifel. Freiburgs Janina Minge ist DER Shootingstar der Saison. Die 23-Jährige führt mit acht Treffern die Torjägerinnenliste an und hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich der Sportclub Hoffnung auf den dritten Champions League-Platz machen darf.

In den vergangenen Jahren eher unauffällig (2021/22 etwa nur mit drei Scorerpunkten), hat sich Minge zu einer aussichtsreichen Kandidatin für die Nationalmannschaft entwickelt. Für die USA-Reise im November wurde die gebürtige Lindauerin bereits nominiert, kam aber nicht zum Einsatz. Das dürfte sich im neuen Jahr ändern.

2. Georgia Stanway (Bayern München)

Georgia Stanway
Georgia Stanway / Gualter Fatia/GettyImages

Die englische Europameisterin hat die großen Erwartungen erfüllt. Im Sommer als Top-Neuzugang von Manchester City gekommen, ist Stanway inzwischen der Dreh- und Angelpunkt im Münchner Mittelfeld. Vor allem in der Champions League wusste die 24-Jährige mit sechs Scorerpunkten (Drei Tore, drei Vorlagen) zu überzeugen.

Statistisch lässt sich Stanways Bedeutung etwa an den progressiven Pässen (pP) nachweisen. Progressive Pässe sind als Pässe definiert, mit denen eine Spielerin den Ball über mindestens 30 Meter in Richtung des gegnerischen Tores befördert. In dieser Kategorie steht die Münchner Nummer 31 mit 65pP an der Ligaspitze. Zum Vergleich: Wolfsburg-Star Lena Oberdorf kommt in dieser Kategorie auf 47 pP (Quelle: fbref.com).

3. Lena Lattwein (VfL Wolfsburg)

Lena Lattwein
Lena Lattwein / Martin Rose/GettyImages

Lena Lattwein steht beim VfL Wolfsburg ein wenig im Schatten ihrer Namensvetterin Oberdorf. Das sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 22-Jährige in der Hinserie zu den besten zentralen Mittelfeldspielerinnen der Liga zählte.

Die Nationalspielerin waltet ihres Amtes gewissenhaft und meist unauffällig, kam in der ersten Saisonhälfte aber dennoch auf respektable fünf Scorerpunkte. Insbesondere in der Champions League tat sich Lattwein als Torschützin (Drei Treffer) hervor.

4. Lina Hausicke (Werder Bremen)

Lina Hausicke
Lina Hausicke / Juergen Schwarz/GettyImages

Werder Bremen ist eines der großen Sorgenkinder der Liga. Die Grün-Weißen stehen mit vier mickrigen Zählern (kein Sieg) auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt satte sechs Punkte. Mit Kapitänin Lina Hausicke gibt es dennoch einen Lichtblick im Team von Trainer Thomas Horsch.

Obwohl sie mehrfach auf fachfremdem Terrain (Sturm, Innenverteidigung) aushelfen musste, hat die 25-Jährige insgesamt eine ansprechende Hinrunde gespielt. In einem offensiv besser besetzten Team kämen die Qualitäten der kampfstarken Nummer 18 noch besser zur Geltung. Vielleicht helfen Werder die beiden Winterneuzugänge Stefanie Sanders und Chiara Hahn dabei, in der Rückserie etwas mehr Wucht im Spiel nach vorne zu entwickeln.

5. Miray Cin (MSV Duisburg)

MSV Duisburg v TSG Hoffenheim - FLYERALARM Frauen Bundesliga
Miray Cin (links) / Neil Baynes/GettyImages

Dass sich der MSV Duisburg keine akuten Sorgen um den Abstieg machen muss, hängt auch mit den Leistungen von Miray Cin zusammen. Die türkische Nationalspielerin ist trotz ihrer erst 21 Jahre eine feste Größe im Mittelfeld der Zebras und stand in neun von zehn Bundesligapartien von Beginn an auf dem Platz.

Dabei erledigte Cin nicht nur ihre Kernaufgabe als Zweikämpferin und Organisatorin gewissenhaft. Die gebürtige Bottroperin tat sich bei den wichtigen Siegen gegen Potsdam (3:0) und Köln (2:1) auch in puncto Torbeteiligungen hervor. Gegen Turbine bereitete Cin alle drei Treffer ihres Teams direkt vor, gegen den FC gelang ihr ein Assist sowie ein eigenes Tor.


Raus aus dem Abseits - Der Frauenfußball-Podcast von90min: Im Gespräch mit Katharina Naschenweng (TSG Hoffenheim & Österreichische Nationalspielerin)


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