Der Kanzlerkandidat der SPD Martin Schulz drückt bekanntlich dem 1. FC Köln die Daumen, wo er auch Beiratsmitglied ist. In einem Interview mit der Sport Bild sprach er nun über seine Liebe zum Fußball und seine Hoffnungen für die kommende Saison 2017/18.


Im Herbst bei der Bundestagswahl möchte Martin Schulz gerne Angela Merkel als Kanzlerin ablösen und selbst den Posten als Kanzler übernehmen. Zuvor aber gab der 61-Jährige in Hehlrath bei Aachen geborene Politiker der Sport Bild ein Interview, in dem er über seine großen Wünsche sprach und seine Liebe zum 1. FC Köln ausdrückte. „Ich glaube fest, dass beides möglich ist: Ich werde Kanzler, und der FC gewinnt die Europa League“, erklärte er in dem Gespräch mit der Zeitschrift.


Frühes Karriereende


Früher war Martin Schulz selbst einmal linker Verteidiger gewesen, weshalb Schulz auch ein großer Fan von Jonas Hector ist. „Jonas Hector ist auch unabhängig von seiner Position ein ganz außergewöhnlicher Mann. Mich beeindruckt auch, dass er nach dem Training erst einmal die Bälle einsammelt. Er scheint ein sehr bodenständiger Mann zu sein. Ich bin bekennender Hector-Fan“, so der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten.

Mit der SV Rhenania Würselen 05 wurde Schulz 1972 westdeutscher B-Jugend-Vizemeister. Aufgrund einer Knieverletzung und eines schweren Kreuzbandschadens musste er jedoch das Fußballspielen bereits 1975 beenden. Wie sehr er in den Fußball verliebt war und ist, erklärt aber folgendes Zitat von ihm: „Ich war total fußballverrückt. Meine Bibel war der ‚kicker‘, mein Gott war Wolfgang Overath.“


Viel gelernt vom Fußball


Der Sport habe ihm schließlich viel für den weiteren Lebensweg mitgegeben, wie er erklärt. „Was ich beim Fußball gelernt habe: Du musst diszipliniert sein. Und du musst ein Teamspieler sein, sonst schaffst du es nicht. Aber selbst ein Team braucht Individuen, die es formen. Der deutsche Begriff Führungsspieler kommt nicht von ungefähr. Das müssen nicht die talentiertesten Spieler sein, sondern diejenigen, die die emotionale Kraft aufbringen, andere mitzureißen. Das hat mich in meinem politischen Leben sehr stark begleitet.“


Für den 1. FC Köln geht es am kommenden Wochenende im Rheinderby gegen kriselnde Leverkusener. Während die Bayer-Elf seit fünf Spielen ohne Sieg ist und lediglich einen einzigen Sieg in den vergangenen zehn Spielen einfahren konnte, ist der 'Effzeh' nach dem 4:3 gegen Werder Bremen wieder oben auf und hat noch alle Chancen auf einen internationalen Startplatz. Es wäre die erste Qualifikation für das internationale Geschäft nach 24 Jahren für die 'Geißböcke'.