Die Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, den USA und Mexiko rückt immer näher. Damit werden auch die Gespräche rund um den möglichen Kader der DFB-Elf lauter und konkreter. Das Interview von Julian Nagelsmann mit dem kicker sorgte zuletzt zusätzlich für Diskussionen.
Neben den Themen rund um z.B. Leon Goretzka äußerte sich Nagelsmann in der jüngeren Vergangenheit auch zu den Chancen von Shootingstar Said El Mala. "Said muss den Anspruch haben, dass er in Köln Stammspieler ist und immer spielt. Aber er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet", sagte Nagelsmann.
El Mala bietet die Antwort
Im wichtigen Duell mit dem Hamburger SV lieferte El Mala den Ausgleichstreffer. Trotz seiner klaren WM-Träume blieb er nach dem Spiel aber bewusst ruhig, was die Nationalmannschaft angeht: “Ich versuche, mich eigentlich nicht davon irgendwie irritieren zu lassen. Ich will einfach hundert Prozent mein Spiel spielen, meine Themen verbessern und dann sieht man, was kommt", erklärte er im ZDF-Sportstudio.
Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler sagte am Sky-Sport-Mikrofon: "Wir haben gute Spieler in der deutschen Fußballnationalmannschaft und wenn Julian auf die Idee kommt, ihn einzuladen, dann wird er sich freuen. Und wenn nicht, dann wird er weiter Gas geben, arbeiten, für uns wichtige Tore schießen in Zukunft. Und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis er mal wieder dabei ist."
Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus stärkte dem jungen Talent den Rücken: "Wenn er Topleistungen bringt, gehört er natürlich zum erweiterten Kreis."
Noch genügend Zeit für überzeugende Leistungen
Dabei gilt El Mala in der Diskussion wohl nicht als fester Bestandteil der deutschen Startelf. Vielmehr geht es um einen jungen Spieler mit Tempo und Eins-gegen-eins-Qualität, der von der Bank ein Spiel verändern kann, wenn es vorne stockt. Gerade in der Schlussphase kann ein Dribbler wie er für Gegner schnell unangenehm werden.
Möglicherweise erhält El Mala wichtige Testminuten in den Spielen gegen die Schweiz und gegen Ghana. Hilfreich dürfte dabei auch seine Entwicklung der letzten Wochen sein. Mit Blick auf seine defensive Arbeit erklärte Köln-Trainer Lukas Kwasniok, dass El Mala in seinem Prozess zuletzt "einen Step" gemacht habe.
