Köln oder Hamburg? Selke mit klarem Favoriten im Duell der Aufsteiger

Davie Selke hat sowohl für den Hamburger SV als auch für den 1. FC Köln gespielt. Dennoch hat er für sich einen klaren Favoriten.
Davie Selke ist aktuell in Topform
Davie Selke ist aktuell in Topform | Seskim Photo/MB Media/GettyImages

Am Wochenende kommt es zum Duell der beiden Aufsteiger Hamburger SV und 1. FC Köln. Davie Selke hat für beide Teams in der Vergangenheit gekickt, ist bei dem Duell aber trotzdem nicht neutral.

"Nur der HSV! Das liegt aber nicht an den Kölnern, sondern daran, dass ich mich bei all meinen ehemaligen Vereinen immer für den HSV entscheiden würde", stellte er im Interview mit hsv.de klar.

"Es mag sich für den einen oder anderen möglicherweise etwas skurril anhören, weil es eben nur eine Saison war, aber das Jahr beim HSV steht für mich über allem, was ich bisher in meiner Karriere erlebt habe. Das, was wir alle gemeinsam erleben durften, lässt sich in Worten nicht beschreiben. Es war so intensiv. Wenn ich mich in diesem Moment beispielsweise an die Aufstiegsfeier mit der Tour um die Alster erinnere, bekomme ich Gänsehaut. Die Wertschätzung, die ich von den HSV-Fans und den Menschen in der Stadt bekommen habe, hat mir unfassbar viel bedeutet. Deswegen kann ich guten Gewissens sagen: Der HSV ist mein Verein und war meine schönste Station im Fußball!"

Folgerichtig auch sein Tipp: "Ich rechne mit einem 2:1-Heimsieg", stellte der Angreifer klar. Sollte dieser eintreten, hätten die Rothosen 32 Punkte auf dem Konto und könnten bereits ziemlich sicher sein, nicht mehr in die ganz großen Abstiegs-Turbulenzen zurückzufallen. Bei den Kölnern, die aktuell mit 24 Zählern gleichauf mit dem Relegationsplatz liegen, sieht das ein wenig anders aus.

Selke hauptverantwortlich für HSV-Aufstieg

Selke war im Vorjahr mit 22 Zweitliga-Treffern einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass es für den HSV nach sieben Jahren endlich mit dem Aufstieg klappte. Selke sprach in der Vergangenheit mehrmals darüber, wie emotional und besonders das Jahr an der Elbe für ihn war. Selke überzeugte beim HSV nicht nur mit Toren und konstant guten Leistungen, sondern fungierte als Leader-Figur und war bei den Kollegen und Fans so beliebt wie wohl nie zuvor in seiner Laufbahn.

Etwas überraschend scheiterten dann aber die Gespräche zwischen Selke und den HSV, woraufhin der Stürmer in die Türkei wechselte. Selke läuft seit dem Sommer für den Süper-Lig-Vertreter Basaksehir auf. Selke feierte direkt einen guten Einstand mit drei Treffern in vier Partien in der Conference-League-Qualifikation. Für den Einzug in die Ligaphase reichte es aber nicht.

Selke blüht unter Sahin wieder auf

Für Selke begann eine sportlich schwierige Zeit, da er von einer langwierigen Wadenverletzung zurückgeworfen wurde. Bis zum Jahreswechsel gelang ihm folgerichtig nur ein einziger Treffer. Im neuen Jahr läuft es für Selke unter dem neuen Trainer Nuri Sahin allerdings bedeutend besser. So konnte er in den letzten sieben Liga-Spielen sechs Treffer markieren. In der Tabelle rangiert das Team aus Istanbul nun auch immerhin wieder auf dem fünften Platz.

Selke hat noch bis zum Jahr 2027 Vertrag und wird sich zunächst darum bemühen, seinen Verein ins internationale Geschäft zu befördern. Das Thema DFB-Team dürfte aber trotz der Flaute einiger deutscher Stürmer abgehakt sein. Eine mögliche Rückkehr in die Bundesliga hingegen nicht ganz.

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