Das 1:1 des 1. FC Köln beim HSV war speziell für Lukas Kwasniok zum Leben zu wenig, aber zum Sterben zu viel. So blieb der Trainer im Amt, obwohl der Effzeh erneut keinen Sieg einfahren konnte, der im Kampf um den Klassenerhalt enorm wichtig gewesen wäre.
Sollte es am Samstag (15:30 Uhr) im Derby gegen Borussia Mönchengladbach erneut keinen Dreier geben, dann könnte es das für Kwasniok gewesen sein. Aufgrund der anstehenden Länderspielpause wäre es dann ein passender Zeitpunkt, um vor dem Saisonendspurt noch einmal für einen neuen Impuls zu sorgen und einen Nachfolger zu installieren. Gut möglich, dass dann bis Mitte Mai vorerst ein Feuerwehrmann übernehmen würde.
Viele Fans werden dabei vor allem an Friedhelm Funkel denken, der bereits zum Ende der vergangenen Saison an der Kölner Seitenlinie stand und den Aufstieg perfekt machte. Seitdem ist der 72-Jährige ohne Job, obwohl er sich durchaus gerne noch einmal einer Aufgabe annehmen würde.
Funkel baut Kwasniok auf - warnt aber gleichzeitig
Obwohl sich die Geißböcke im vergangenen Sommer lieber für Kwasniok entschieden, äußerte Funkel nun aufbauende Worte in Richtung seines Nachfolgers: "Sie hätten von der Leistung her den ein oder anderen Punkt mehr verdient gehabt. Und deswegen hoffe ich, dass Lukas, egal wie das Spiel ausgeht, weiter Trainer bleibt. Ich bin fest davon überzeugt, dass der 1. FC Köln mit ihm dann auch in der Liga bleibt. Das ist einfach so", erklärte die Trainerlegende bei der Sendung Sky90.

Ein großer Mutmacher ist laut Funkel, dass die Auftritte des Effzeh zuletzt allesamt "in Ordnung" waren. "Man darf nicht vergessen: Sie haben in dieser Saison noch nicht eine einzige hohe Niederlage hinnehmen müssen. Sie haben von den Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen, mit Abstand das beste Torverhältnis. Das ist ganz, ganz wichtig. Das kann einen Punkt bedeuten", betonte der gebürtige Rheinländer.
Während Funkel daran glaubt, dass statt den Kölnern der VfL Wolfsburg und der 1. FC Heidenheim den bitteren Gang in die 2. Liga antreten müssen, wagte er in Bezug auf Kwasniok keine eindeutige Prognose. "Köln ist halt aufgeregt. Wir müssen abwarten, was da letztendlich passiert. Es kommt auf die Art und Weise an, wie man auftritt. Dass er irgendwann auch gewinnen muss, um in der Liga zu bleiben, das wissen wir auch alle", warnte er.
