Mit Felipe Chavez hat der 1. FC Köln im Winter ein vielversprechendes Talent vom FC Bayern ausgeliehen, es bislang aber noch kaum eingesetzt. Das Mittelfeldjuwel sammelte in zwei Kurzeinsätzen für die Geißböcke erst 13 Minuten und muss sich, wie es aussieht, noch ein wenig gedulden. Doch offenbar plant der Effzeh trotzdem langfristig mit dem Spieler.
Wie die Abendzeitung berichtet, werden die Kölner ihre Kaufoption für Chavez im Sommer ziehen. Damit werden die Rheinländer im Sommer eine Ablöse im mittleren einstelligen Millionenbereich nach München überweisen. In Köln wird der 18-Jährige dann einen Vertrag bis 2029 unterschreiben.
Bayern besitzt doppeltes Rückkaufrecht
Beim FC Bayern werden sie Chavez danach trotzdem noch weiter beobachten, schließlich hat sich der Rekordmeister gleich ein doppeltes Rückkaufrecht gesichert. Von diesem können sie im Jahr 2027 und auch 2028 noch Gebrauch machen und den Deutsch-Peruaner zurück an die Isar lotsen.
Auf beiden Seiten scheint Chavez große Bewunderer zu finden. Kölns Geschäftsführer Sport Thomas Kessler schwärmte nach der Verpflichtung Anfang Februar vom jungen Spieler, der ein "sehr interessantes Profil mitbringt" und bei den Bayern "eine hervorragende Ausbildung genossen" hat. Zudem verfüge der gelernte Achter "über hohe fußballerische Qualitäten".
Bald mehr Einsätze? Kwasniok schwärmt von Chavez
Es bleibt abzuwarten, ob der Effzeh das Talent im Saisonendspurt weiter an die Bundesliga heranführen wird. Mit seinen Fähigkeiten am Ball könnte er den abstiegsbedrohten Geißböcken sicherlich helfen. Allerdings wird Trainer Lukas Kwasniok gut daran tun, Chavez im harten Kampf um den Klassenerhalt nicht zu überfordern, denn hier ist in erster Linie Körperlichkeit gefragt. Auf der anderen Seite würde seiner Mannschaft etwas jugendliche Unbekümmertheit, wie sie beispielsweise auch Said El Mala regelmäßig auf den Platz bringt, nicht schaden.
Auch Kwasniok outete sich schon als großer Fan von Chavez, der im Oktober für die peruanische A-Nationalmannschaft debütierte: "Was ihn von vielen guten Fußballern unterscheidet, ist sein schlaues Verhalten, um den Ball zu bekommen. Er spielt einen Pass und ist dann weiterhin aktiv. So kann er trotz körperlicher Nachteile gegenüber großen Spielern auf Bundesliga-Niveau Akzente setzen. Dass er einen starken linken Fuß hat, das sieht auch ein Blinder mit einem Auge sofort", erklärte der Effzeh-Coach.
