VfL Wolfsburg

Nach Aus in Wolfsburg: Max Kruse und Jörg Schmadtke beziehen Stellung

Oscar Nolte
Max Kruse wurde vom VfL Wolfsburg freigestellt
Max Kruse wurde vom VfL Wolfsburg freigestellt / Martin Rose/GettyImages
facebooktwitterreddit

Max Kruse hat sich nach seinem Rauschmiss beim VfL Wolfsburg zu Wort gemeldet. Der 34-Jährige zeigte sich überrascht, aber kämpferisch und schloss ein Karriereende vorerst aus.


"Ich gebe alles für den Verein und das wird auch weiter so sein, wenn ich im Training auf dem Platz stehe", schrieb Max Kruse am Sonntag in einem Beitrag auf Instagram. Sein Cheftrainer Niko Kovac hatte zuletzt einen ganz anderen Eindruck gewonnen.

Kovac schließt Kruse-Rückkehr aus

Kovac hatte Kruse nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt, bei dem der 34-Jährige erst gar nicht im Spieltags-Kader zu finden war, überraschend aus der Mannschaft geschmissen.

"Wir verlangen von jedem Spieler eine hundertprozentige Identifikation und Konzentration mit Fokus auf den VfL. Das Gefühl hatten wir nicht mit Max. Von daher war er nicht dabei und wird auch in Zukunft dann nicht dabei sein", sagte Kovac bei Sky. Eine Rückkehr von Max Kruse schloss der Wolfsburger Cheftrainer dabei kategorisch aus, antwortete auf die Frage, ob damit eine große Bundesliga-Karriere zu Ende gehe, sogar mit "Ja".

Davon will Kruse aber überhaupt nichts wissen. "Ich entscheide selber, wann meine Zeit in der Bundesliga vorbei ist - und niemand anders", ließ der Routinier auf Instagram wissen. Ohnehin sei seine Freistellung "nicht nur für mich überraschend".

Wirklich offengelegt scheinen die Fakten in der Causa Kruse tatsächlich noch nicht zu liegen. "Ich respektiere die Meinung des Trainers, aber anscheinend soll ich mich nicht mehr mit dem Verein identifizieren", gab Kruse zu Protokoll. Hört sich nach Schuldverschiebung an; allein: wer ist denn nun Schuld? Und was ist wirklich vorgefallen.

Schmadtke will Kruse so bald wie möglich loswerden

Eine öffentliche Aufklärung dazu wird es (vorerst) nicht geben. Viel eher arbeitet der VfL bereits an einer Lösung, um Kruse möglichst bald loszuwerden. Sollte es keine Option geben, den 34-Jährigen im Winter zu verkaufen, sollen die Wölfe sogar eine Vertragsauflösung in Betracht ziehen.

"Wir werden das regeln, aber nicht auf dem Marktplatz. Das sind Dinge, die bilateral besprochen werden", erklärte Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke am Sonntag gegenüber dem kicker. Schmadtke betonte, "dass der Einfluss von Max nicht mehr gewollt war und nicht förderlich war."

Daher wurde gemeinsam von der Führungsebene und den leitenden Personen die Entscheidung getroffen, Kruse freizustellen. "Er hat keinen goldenen Löffel gestohlen. Max hat uns in der vergangenen Rückrunde in einer komplizierten Situation mit seinen Toren und Vorlagen geholfen. Jetzt haben wir eine Entscheidung getroffen, die wichtig ist für die Langzeitperspektive", schloss Schmadtke.


Alles zu Wolfsburg bei 90min:

facebooktwitterreddit