Der VfL Wolfsburg taumelt der 2. Bundesliga entgegen! Das 0:4 in Stuttgart war das siebte Spiel in Folge ohne Sieg, überhaupt holten die Wölfe in diesem Zeitraum nur zwei Punkte. Kein Wunder also, dass der VfL mittlerweile den vorletzten Tabellenplatz belegt.
Es wäre keine Überraschung, wenn Wolfsburg einen erneuten Trainerwechsel vornehmen würde. Daniel Bauer hatte im November vom entlassenen Paul Simonis übernommen, hat aber einen ähnlichen miesen Punkteschnitt: Simonis hatte als Wölfe-Trainer 0,8 Punkte pro Bundesliga-Spiel geholt, bei Bauer sind es 0,86. So oder so zwei Werte, die schlichtweg nicht gut genug für das deutsche Oberhaus sind.
Bauer bekommt weitere Chance gegen den HSV
Wie der kicker berichtet, hält Wolfsburg aber weiter an Bauer fest. Der 43-Jährige soll noch das kommende Heimspiel gegen den Hamburger SV (Samstag, 15:30 Uhr) bekommen. Darauf haben sich Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph, Geschäftsführer Peter Christiansen und Sportdirektor Pirmin Schwegler nach langen Gesprächen mit dem Trainer verständigt. Sollte der VfL dort aber ebenfalls versagen, ist Bauer eigentlich nicht mehr zu halten! Wobei man das auch schon nach dem 0:4 in Stuttgart dachte...
"Die Jungs probieren alles und es ist nicht so, dass sie sich aufgegeben haben. Der Gegner war einfach besser. Es ist nicht so, dass die Mannschaft nicht will, aber die Fehler sind einfach wiederkehrend. Fakt ist, dass wir viele Strukturen ändern müssen und die Atmosphäre und die Kultur innerhalb des Klubs aktuell nicht bundesligatauglich sind", hatte Bauer nach der Niederlage gegen den VfB verlauten lassen. Eigentlich ein Offenbarungseid.
Dass Christiansen, der als Geschäftsführer in erster Linie für die Trainerfrage verantwortlich ist, trotzdem noch nicht den Daumen senkt, dürfte nicht zuletzt mit seiner eigenen Personalie zusammenhängen. Denn sollte der Däne in Form einer Trainerentlassung eingestehen, mit Bauer aufs falsche Pferd gesetzt zu haben, dürfte es das auch für ihn gewesen sein.
Mit Dieter Hecking, Dino Toppmöller und Felix Magath wurden zuletzt schon mehrere potenzielle Trainerkandidaten in der Autostadt gehandelt. Für die aktuelle Situation, in der sich die Wölfe befinden, dürfte ein erfahrener Feuerwehrmann wie Hecking oder Magath die deutlich wahrscheinlichere Lösung sein als ein Toppmöller - zumindest bis zum Saisonende.
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