90min
DFB-Team

Deutschland vs. Ungarn: Die potenziellen Aufstellungen

Philipp Geiger
Hat das Achtelfinale fest im Blick: Bundestrainer Joachim Löw
Hat das Achtelfinale fest im Blick: Bundestrainer Joachim Löw / Matthias Schrader - Pool/Getty Images
facebooktwitterreddit

Mit dem verdienten 4:2-Erfolg gegen Europameister Portugal ist die deutsche Nationalmannschaft dem Achtelfinale einen großen Schritt näher gekommen. Die Freude über den ersten Sieg bei der EURO 2020 wurde allerdings etwas durch die Verletzung von Thomas Müller getrübt. Dass der Weltmeister am Mittwochabend im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn (Anpfiff: 21 Uhr) mitwirken kann, entscheidet sich laut Bundestrainer Joachim Löw erst kurzfristig, ist aber unwahrscheinlich. Ein Risiko wird man beim 31-Jährigen sicherlich nicht eingehen.


Aufgrund einer Kapselverletzung im Knie konnte Müller in den letzten Tagen nicht mit der Mannschaft trainieren. "Bei Thomas müssen wir abwarten, ob er morgen einsatzbereit ist", erklärte Löw auf der Pressekonferenz am Dienstagabend (via Sky Sport). "Er wird sich morgen früh noch mal einem Test unterziehen, während die anderen im Hotel trainieren." Anschließend werde man eine Entscheidung fällen.

Positive Nachrichten gibt es von den zuletzt leicht angeschlagenen Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Toni Kroos, die sich nach ihren kleineren Blessuren am Dienstag wieder im Mannschaftstraining zurückgemeldet haben. Die Einsätze der Routiniers dürften daher nicht gefährdet sein. Definitiv nicht zur Verfügung steht Lukas Klostermann. Nach seiner Muskelverletzung befindet sich der RB-Profi im Lauftraining.

"Wir müssen die gleiche Einstellung und Leistung zeigen wie gegen Portugal."

Joachim Löw

Den Gruppenletzten, der für das Weiterkommen einen Sieg braucht, will Löw keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. "Sie sind ein Muster an Konstanz, haben extrem gute läuferische Qualitäten und sind im Zweikampfverhalten gut geschult", so der Bundestrainer. "Dieses Spiel wird nicht so offen sein wie gegen Portugal." Der 61-Jährige erwartet einen kompakt verteidigenden Gegner, der auf Konter lauert. "Wir brauchen Geduld, so ein Gegner muss müde gespielt werden", betonte Löw. "Wir müssen die gleiche Einstellung und Leistung zeigen wie gegen Portugal."

Lukas Klostermann
Fällt weiterhin aus: Lukas Klostermann / Alexander Hassenstein/Getty Images

Nach dem Triumph über Cristiano Ronaldo & Co. hat Löw eigentlich kaum Anlass dazu, seine Startelf umzubauen. Sollte Müller einsatzbereit sein, ist es dennoch denkbar, dass der Bayern-Profi nur auf der Bank Platz nimmt und von Leon Goretzka ersetzt wird. "Es gibt immer ein kleines Fragezeichen, wenn jemand wochenlang nicht gespielt hat. Im Training macht er einen sehr guten Eindruck", lobte der Bundestrainer Goretzka, der in der Offensive zusammen mit Kai Havertz und Serge Gnabry auflaufen könnte. Alternativen sind Timo Werner, Leroy Sané und Kevin Volland.

Das zentrale Mittelfeld ist für Gündogan und Kroos reserviert. Flankiert wird das Duo erneut von Robin Gosens und Joshua Kimmich. Die Dreierkette, bestehend aus Hummels, Matthias Ginter und Antonio Rüdiger, bleibt aller Voraussicht nach ebenfalls unverändert. Zwischen den Pfosten steht zudem Kapitän Manuel Neuer.

Die voraussichtliche DFB-Aufstellung gegen Ungarn im Überblick:

facebooktwitterreddit