Nach einem 2:1-Heimsieg spielt der Hamburger SV auch in der kommenden Saison in der Bundesliga, während der VfL Wolfsburg nachsitzen muss und zwei Relegationsspiele vor der Brust hat. Matchwinner war Luca Waldschmidt, der kurz nach seiner Einwechslung den vielumjubelten Siegtreffer erzielte.


Im Vergleich zum 1:1 in Gelsenkirchen vor einer Woche stellte Markus Gisdol seine Startelf auf drei Positionen um. Dennis Diekmeier fehlte wegen der 5. Gelben Karte, dafür rückte Gotoku Sakai von links in der Abwehr nach rechts, Matthias Ostrzolek von der Doppelsechs nach hinten links. Mergim Mavraj kehrte nach Gelbsperre in die Innenverteidigung zurück, die neue Doppelsechs bildeten daher Gideon Jung und Albin Ekdal. In der Offensive ersetzte rechts Nicolai Müller Bakery Jatta, Pierre-Michel Lasogga fehlte aufgrund einer Adduktorenverletzung.


Beim VfL stellte Andries Jonker im Vergleich zum 1:1 gegen Gladbach auf vier Positionen um.

Jannes Horn, Maximilian Arnold und Daniel Didavi (alle Bank) ruschten beim VfL aus der Startelf, Bazoer fehlte aufgrund der 5. Gelben Karte. Es begannen Philipp Wollscheid, Yannick Gerhardt, Yunus Malli und Jakub Blaszczykowski.

Die Gäste kamen zunächst besser in die Partie. Nach zehn Minuten hatte Mario Gomez die erste Chance für den VfL Wolfsburg. Blaszczykowski leitete ein hohes Zuspiel rechts vor dem Strafraum per Kopf genau zu Gomez weiter, der aus spitzem Winkel mit rechts wuchtig abzog. Mathenia lenkte den platzierten Schuss gerade noch am linken Pfosten vorbei.


In der 22. Minute musste der HSV-Keeper erneut sein ganzes Können aufbieten. Nach Eckball von rechts von Malli landete der Ball halbrechts vor dem Strafraum erneut bei Blaszczykowski, der mit rechts per Dropkick direkt draufhielt. Mathenia lenkte den wuchtigen Schuss gerade noch über die Querlatte.


Nur eine Minute später gingen die 'Wölfe' in Führung. Nach einem weiteren Eckball bekam der HSV den Ball nicht entscheidend geklärt. Jung gab einen halbhohen Ball von rechts vor dem Sechzehner mit Gefühl in die Mitte. Dort kam Knoche zum Kopfball und traf ins linke Eck, wo die Kugel noch leicht von der Unterkante der Querlatte ins Tor prallte. Mathenia war diesmal machtlos.


Der Gegentreffer schien wie ein Weckruf für die Hausherren, die nun aktiver in die gegnerische Hälfte drängten. In der 32. Minute wurde der HSV für das Engagement schließlich mit dem Ausgleich belohnt. Ein dicker Schnitzer von Wollscheid, der den Ball gegen drei Angreifer nicht wegbekam, leitet das 1:1 ein. Wood schaltete schnell und gab zu Holtby, der sofort nach halblinks in den Strafraum passte, wo Müller clever für Kostic passieren ließ. Der Serbe schloss mit links eiskalt ab und traf gegen den Lauf von Casteels ins rechte Eck.


Nur sechs Minuten später hatte Kostic sogar die Führung auf dem Fuß. Der Stürmer zog mit rechts aus rund 19 Metern ab, nachdem Müller in die Mitte flankte, Kostic zielte aber rund einen Meter zu hoch.


Kurz vor dem Pausentee hatte dann der VfL die Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen. In der Nachspielzeit tauchte Malli plötzlich nach einem einem Fauxpas der Hamburger Abwehr am Strafraumrand auf und schlenzte mit links Richtung linkes Toreck. Der Schuss ging nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. So blieb es nach 45 Minuten beim 1:1.


In der zweiten Hälfte konnte Wolfsburg erneut das erste Zeichen setzen. Vieirinha versuchte sich aus rund 24 Metern mit einem satten Rechtsschuss, Mathenia pariert den Aufsetzer jedoch sicher. Danach verflachte die Partie aber, es fand viel Kampf und Krampf im Mittelfeld statt.


Nach einer guten Stunde versuchte es Gomez artistisch. Nach einem Freistoß aus dem rechten Mittelfeld kam Mathenia nicht richtig an den Ball, sodass Luiz Gustavo auf der linken Seite an die Kugel kam und an den langen Pfosten flankte. Dort gab Knoche nach innen, Gomez stieg zum Fallrückzieher hoch, der jedoch von Ekdals Kopf ins Toraus segelte.


Es dauerte bis zur 77. Minute, ehe erneut etwas Gefahr vor dem Tor des HSV aufkam. Der inzwischen eingewechselte Osimhen setzte sich rechts durch und spielte in den Lauf von Guilavogui, der rechts am Strafraumrand mit einem satten Schuss abzog. Der Aufsetzer ging rund drei Meter rechts am Tor vorbei.


In der 86. Minute bewies Markus Gisdol ein goldenes Händchen, als er Luca Waldschmidt für Lewis Holtby in die Partie schickte. Zwei Minuten später markierte der Joker den Siegtreffer für den 'Dino'. Kostic setzte sich links durch und zirkelte den Ball nahe der Torauslinie mit Effet nach innen. Am zweiten Pfosten konnte Waldschmidt frei aus kurzer Distanz einköpfen und es stand 2:1.


Beinahe wäre den 'Wölfen' noch der Ausgleich gelungen. Nach einem weitem Ball von Casteels aus der eigenen Hälfte kam Arnold plötzlich aus kurzer Distanz in halbrechter Position zum Abschluss. Doch Mathenia klärte per Glanzparade. Damit blieb es beim 2:1 für den HSV, der damit den VfL Wolfsburg in die Relegation schickt und selbst erstklassig bleibt.