Die Situation für den Hamburger SV ist nach der knappen 0:1-Niederlage im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen noch bedrohlicher geworden. Nur noch vier Punkte beträgt das Polster auf Werder Bremen auf dem Relegationsplatz. "Das hängt jetzt schon noch nach, das nervt. Es war ein Riesenchance", sagte Nicolai Remberg.
Es braucht also wieder Siege für den Aufsteiger, am besten schon am Samstag. Dann gastieren die Rothosen nämlich beim VfL Wolfsburg, der aktuell auf Platz 17 steht. Es ist also ein echtes Sechs-Punkte-Spiel für die Hanseaten, die mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können. Und Merlin Polzin dürfte wohl viel rotieren.
Wichtige Rückkehrer
Schließlich konnten gegen Leverkusen die wenigsten Spieler ihre Chance nutzen und sich wirklich nachhaltig empfehlen. Damion Downs und Rayan Philippe blieben im Sturm beispielsweise wirkungslos, ebenso wie Flügelstürmer Jean-Luc Dompé.
Wie gut, dass Philipp Otele vor der wichtigen Partie gegen die Wölfe wieder einsatzfähig ist – ebenso wie Albert Sambi-Lokonga, der die letzten drei Wochen verletzt fehlte. Durch seine Rückkehr kann Fabio Vieira wieder in eine offensivere Rolle schlüpfen und Ransford-Yeboah Königsdörffer so besser unterstützen.
Dem Druck gewachsen?
Ebenfalls enorm wichtig ist die Rückkehr von Miro Muheim, der gegen die Werkself noch gesperrt fehlte. Er wird wohl Giorgi Gocholeishvili ersetzen, während William Mikelbrencis auf der rechten Seite eine weitere Bewährungschance erhält.
Die HSV-Startelf gegen Wolfsburg wird also ein deutlich anderes Gesicht haben, als die aus dem Spiel gegen Leverkusen. Gegen die Wölfe wird es wahrscheinlich das klassische Abstiegsduell, das heißt Disziplin, Leidenschaft und gute Nerven werden entscheidend sein.
Diese bewies der HSV in dieser Saison in schwierigen Momenten eigentlich immer. "Dass der Weg nicht immer nach oben geht, ist normal. Wir müssen lernen, mit dem Prozess umzugehen und aus den Fehlern zu lernen", sagte Daniel Elfadli nach der Niederlage am Mittwoch. Gegen Wolfsburg können er und seine Kollegen die Worte jetzt in die Tat umsetzen.
