WM-Finale: Darum durfte Frankreich sieben Mal wechseln

Oscar Nolte
Adrien Rabiot
Adrien Rabiot / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Frankreich hat ein irres WM-Finale gegen Argentinien im Elfmeterschießen verloren. Während der langen 120 Minuten (plus Nachspielzeit) wechselte Nationaltrainer Didier Deschamps insgesamt sieben Mal. Aufgrund einer Sonderregel war das möglich.


Dass Frankreich überhaupt ins Elfmeterschießen kam - die Equipe Tricolore lag zweimal zurück - lag vor allem an zwei Dingen: an Kylian Mbappe und am goldenen Händchen von Didier Deschamps. Der französische Nationaltrainer wechselte bereits in der 40. Minute doppelt und veränderte mit seinen Einwechslungen die Dynamik des Spiels.

Randal Kolo Muani und Marcus Thuram, die noch vor der Halbzeit für Ousmane Dembele und Olivier Giroud kamen, belebten das französische Spiel deutlich. Auch die Einwechslungen von Eduardo Camavinga und Kingsley Coman machten sich bezahlt.

Rabiot am Kopf verletzte - Deschamps wechselte sieben Mal

Später wechselte Deschamps noch mit Blick auf die schwindenden Kräfte und fürs Elfmeterschießen. Insgesamt sieben Auswechslungen nahm der französische Trainer vor.

Erlaubt sind in der regulären Spielzeit fünf Wechsel in drei Perioden, die Deschamps allesamt zog. In der Verlängerung kommt noch eine Extra-Auswechslung obendrauf. Dass Deschamps noch ein siebtes Mal tauschen durfte, hat mit einer Sonderregel zu tun.

Die FIFA erprobt aktuell ein Verfahren der IFAB (International Football Association Board), nach dem bei einer Kopfverletzung ein weiterer Wechsel vorgenommen werden darf. Das soll ermöglichen, dass Spieler mit einer vermuteten Gehirnerschütterung auf jeden Fall vom Platz gehen können, ohne dass die Mannschaft damit potenziell mit einem Spieler weniger spielen muss.

Als sich Adrien Rabiot in der ersten Halbzeit der Verlängerung am Kopf verletzte, durfte Deschamps den Mittelfeld-Mann daher auswechseln, ohne dass der Wechsel in das Kontingent fiel.

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