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Fenerbahce

Mesut Özil vor Fenerbahçe-Abschied? Berater bezieht Stellung

Dominik Hager
Mesut Özil wird Fenerbahçe mutmaßlich nicht so schnell verlassen
Mesut Özil wird Fenerbahçe mutmaßlich nicht so schnell verlassen / BSR Agency/Getty Images
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Die Karriere von Mesut Özil befindet sich seit einigen Jahren auf dem absteigenden Ast. Nach seinen großen Zeiten bei Real Madrid und Arsenal kickt der 32-Jährige inzwischen für Fenerbahçe Istanbul. Dort läuft es für den Spielgestalter aber derzeit auch nicht rund, weshalb zuletzt häufiger über einen Wechsel spekuliert wurde. Özil möchte seinem Klub aber die Treue halten.


Mesut Özil kommt derzeit über eine Rolle als Teilzeit-Profi nicht heraus. Weder in der Liga noch in der Europa-League-Qualifikation durfte der ehemalige deutsche Nationalspieler über die vollen 90 Minuten ran. Beim 2:0-Erfolg gegen Antalyaspor wurde Özil erst Mitte der zweiten Halbzeit von seinem Bankplatz erlöst. Coach Vitor Pereira ließ dafür den 20-jährigen Stürmer Muhammet Gumuskaya von Beginn an auflaufen und erklärte seine Maßnahme mit Belastungssteuerung.

Der as zufolge war Özil aber gar nicht begeistert von seiner Rolle, wodurch sich die Gerüchte eines vorzeitigen Abgangs nährten. Im Gespräch war beispielsweise ein Transfer nach Katar oder im Januar in die amerikanische MLS. Verschärft wurden die Gerüchte durch eine Reise des Mittelfeldspielers nach Katar.

Özil-Berater dementiert Abschiedsgedanken

Allerdings bestätigte Erkut Sogut nun, dass Özil keinerlei Interesse an einem Abschied hat und seinen Vertrag in Istanbul erfüllen möchte. "Mesut wird drei weitere Jahre [sein Vertrag endet 2024, Anm.] für Fenerbahçe spielen. Daran zweifelt niemand. Er ging nach Katar für eigene Sponsoring-Verhandlungen. Das ist ganz normal. Wenn ein Spieler nicht in der Startelf spielt, dann gibt es ein Problem, aber Mesut ist bereit, alles zu tun, um die Meisterschaft mit Fenerbahçe zu gewinnen", erklärte Sogut.

Der Berater erläuterte zudem, dass Fenerbahçe für den Kicker mehr ist als eine Station, die im Spätherbst der Karriere noch mal Geld abwirft.

"Mesut Özil wuchs mit der Liebe zur Fenerbahçe auf und spürt jetzt das Gefühl, dieses Trikot zu tragen. Er ist sehr glücklich und tut immer sein Bestes für den Erfolg von Fenerbahce. Es gibt Fußballer, die in die Türkei kommen, weil sie keinen anderen Verein finden. Mesut kam, weil er es immer geplant und gewollt hat und nicht wegen des Geldes", ließ Sogut die Gerüchte im Keim ersticken.

Letztlich ist auch zu erwähnen, dass die Aufregung wegen eines Joker-Einsatzes doch ein wenig übertrieben war. Selbst wenn Özil weit entfernt von altem Glanz ist, hat er in den ersten beiden Partien immerhin zwei Scorerpunkte geliefert. Demnach ist er auch nicht drauf und dran, völlig in die zweite Reihe zu rutschen. Dies werden die nächsten Wochen und Monate erst zeigen müssen.

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