SC Freiburg

Von der dritten Liga in die Elftal: Flekken auch gegen Deutschland im Tor

Dominik Hager
Mark Flekken startet in der Elftal durch
Mark Flekken startet in der Elftal durch / Soccrates Images/GettyImages
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Mark Flekken ist ein Spätstarter wie er im Buche steht. Der Freiburger Schlussmann hat im Länderspiel der Holländer gegen Dänemark im Alter von 28 Jahren sein Debüt in der Elftal gegeben und wird auch gegen Deutschland im Tor stehen.


Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis sich Mark Flekken - allen Widerständen zum Trotz - in der Bundesliga durchgesetzt hat. Daher stehen bislang auch lediglich 39 Bundesliga-Einsätze auf seiner Visitenkarte. In diesen hinterließ der 1,94-Meter große Holländer einen hervorragenden Eindruck. In der aktuellen Saison konnte der Freiburger gut 79 Prozent der Schüsse auf sein Tor parieren, was sogar Liga-Bestwert ist. Mit neun Spielen ohne Gegentor führt er auch in einer weiteren Kategorie.

Louis van Gaal hat die Entwicklung des Torhüters sehr genau beobachtet und ihn folgerichtig für die Länderspiele gegen Dänemark und Deutschland nominiert.

Flekken feiert Elftal-Debüt und darf gegen Deutschland ran

Beim 4:2-Sieg gegen die Dänen bot Debütant Flekken eine gute Leistung, wenngleich er beim 1:1 durch Jannik Vestergaard nicht ganz glücklich aussah.

"Es stimmt, dass er beim ersten Gegentor etwas mehr hätte tun können", kritisierte van Gaal den Schlussmann nach der Partie auch leicht. Dennoch möchte er weiter auf die Nummer eins der Breisgauer setzen.

"Wir müssen ihn noch viel öfter im Spielaufbau mit einsetzen. Ich finde es ein Plus, dass er das Spiel eröffnen kann, wodurch wir weiter Fußball spielen können", hob er seine fußballerischen Qualitäten hervor.

Gegen Deutschland wird sich der 28-Jährige erneut zeigen dürfen. "Flekken wird wieder spielen", stellte der Bondscoach klar. "Das mache ich bewusst, dann kann er sich gegen Deutschland zeigen", führte er zudem aus.

Auf der Überholspur: Wird Flekken dauerhaft die Nummer eins?

Der Freiburger profitiert dabei von der Verletzung der eigentlichen Nummer eins, Justin Bijlow, von Feyenoord Rotterdam. Der 24-Jährige wird nach einer Fuß-OP bis Saisonende ausfallen. Bislang hat Bijlow auch erst sechs Länderspiele absolviert, was Flekken durchaus die Möglichkeit eröffnen könnte, dauerhaft zur Nummer eins zu werden.

Der Keeper hat in seiner Karriere schließlich bewiesen, dass er einen langen Atem hat und die Fähigkeit besitzt, sich durchzukämpfen. Regionalliga, 3. Liga, 2. Liga und Bundesliga: Flekken stand überall schon mal zwischen den Pfosten. Am häufigsten tat Flekken dies sogar in der 3. Liga, wo er 52-mal zum Einsatz kam. Vor dem SC Freiburg durchlief er die Stationen Alemania Aachen, Greuther Fürth und MSV Duisburg.

Von einer Bilderbuchkarriere kann demnach definitiv nicht die Rede sein. Wer in fünf Jahren den Weg von der 3. Liga bis zur Elftal gehen kann, der schafft es vielleicht auch bis Ende des Jahres, als Nummer eins bei der WM im Kasten zu stehen.


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