Kehrtwende in Madrid: Die Königlichen haben offenbar Robert Lewandowski doch wieder als Transferziel Nummer eins auserkoren. Tottenham-Torjäger Harry Kane ist wohl zu teuer, gleiches gilt für Mohamed Salah. Nun warte man auf ein Preisschild des FC Bayern für den Polen.


Im Werben um Bayern-Torjäger Robert Lewandowski hatte ​Real Madrid schon den ​Rückzug verkündet. Nun soll der Pole bei den Königlichen doch wieder diskutiert werden. Auslöser ist wohl zum einen der ​offengelegte Wechselwunsch des bald 30-Jährigen durch seinen israelischen Berater Pinhas Zahavi, der im vergangenen Sommer bereits den 222-Millionen-Deal mit Neymar und PSG eingefädelt hatte. Zum anderen erscheint den Real-Verantwortlichen Lewandowski aktuell als beste Option für die gewünschte Verstärkung im Angriff zu sein - berichtet jedenfalls das spanische Blatt ABC.

Demnach habe man in Madrid neben Lewandowski auch Mohamed Salah und Harry Kane auf der Liste. Salah würde wohl ähnlich viel kosten wie Neymar und stehe deshalb derzeit nicht zur Diskussion. Auch weil man vornehmlich nach einem Mittelstürmer fahnde. Für einen Preis jenseits der 200 Millionen Euro wäre man eher geneigt, Neymar aus Paris loszueisen. 


Bei Kane ist die Lage ähnlich. Tottenham-Besitzer Daniel Levy hatte zuletzt verkündet, der 25-jährige Torjäger sei genauso viel wert wie Neymar. Sprich: Die Spurs würden über 200 Millionen Euro verlangen. ABC geht zwar davon aus, dass Real den Preis auf rund 175 Millionen Euro drücken könnte, in Madrid befürchte man aber, dass die Verhandlungen bis zum Ende der Transferperiode andauern könnten. Wie einst schon bei Luca Modric und Gareth Bale, die erst Ende August den Weg aus dem Nordosten Londons ins Bernabeu fanden. Für den neuen Trainer wäre das keine einfache Situation, Kane nach Beginn der Spielzeit noch ins Team einzubauen.

salah, kane

Bei Mohamed Salah und Harry Kane will Real derzeit keinen Angriff wagen.



Lewandowski hat bei Real-Plänen Priorität


Deshalb sei Lewandowski das Stürmer-Ziel Nummer eins. Der Pole wird am 21. August zwar 30 Jahre alt, wäre mit 120 Millionen Euro im aktuellen Preis-Wahn aber noch erschwinglich, spekuliert ABC. Lewandowski könnte zudem sofort zur Verfügung stehen und in Madrid den letzten großen Vertrag seiner Karriere unterschreiben. Nun liege es an den ​Bayern, einen Preis für den ​Bundesliga-Torschützenkönig festzulegen. Mit ​Timo Werner habe der Rekordmeister bereits einen ​Ersatz im Auge.

Ungeachtet der Glaubwürdigkeit des Blattes, das zuletzt die ​Entscheidung von Antoine Griezmann bei Atletico zu bleiben, verkündete (wurde ​umgehend dementiert): Lewandowskis Absichten scheinen klar - und auch, dass er am liebsten zu Real Madrid wechseln würde. Ob die Bayern allerdings nachgeben und den Polen ziehen lassen, bleibt weiter fraglich. Eine Transfer-Saga über den Sommer hinweg dürfte in jedem Fall garantiert sein.