Die Antwort, ob Frankreich-Star Antoine Griezmann weiter für Atletico Madrid spielen will oder zum FC Barcelona wechselt, ist offenbar doch noch nicht gefallen. Ein entsprechender Bericht wurde nun aus Barça-Kreisen und dem Umfeld des Spielers dementiert. 


Am Montagmorgen überraschte die spanische Zeitung ABC Deportes mit einem Bericht, wonach sich ​Antoine Griezmann für einen Verbleib bei ​Atletico Madrid entschieden habe. Der französische Stürmer-Star hatte erst am vergangenen Samstag verkündet, noch v​or der Weltmeisterschaft eine Entscheidung über seine Zukunft abgeben zu wollen. 


Griezmann geht seit 2014 für die ​Rojiblancos auf Torejagd. Trotz seines bis 2022 laufenden Vertrages wurde seit geraumer Zeit über einen Wechsel im Sommer zum ​FC Barcelona spekuliert. Die Katalanen sind offenbar bereit, die Ausstiegsklausel in Höhe von 100 Millionen Euro für den 27-Jährigen zu zahlen. Die Entscheidung für einen Verbleib im Team von Trainer Diego Simeone oder einen Wechsel ins Star-Ensemble des FC Barcelona liegt bei Griezmann selbst.

Barcelona v Atletico Madrid - La Liga

Teamkollegen oder weiter Gegner? Griezmann (r., gegen Barças Philippe Coutinho) will sich bald entscheiden.


Wie die Mundo Deportivo und L'Equipe berichten, sei diese entgegen der Meldung vom Montagmorgen noch nicht gefallen. Das spanische Blatt will aus Klub-Quellen in Barcelona erfahren haben, dass Griezmann sich bislang weder für Atletico noch für Barça endgültig ausgesprochen habe. Barcelona nehme die Gerüchte nicht ernst und warte weiter auf die Entscheidung des Spielers, heißt es. 

Ähnliches berichtet die französische Zeitung L'Equipe. Diese will aus dem Griezmann-Clan erfahren haben, dass der 27-Jährige noch nicht wisse, wo er nächste Saison spielen werde. Einen Vorvertrag mit Barça soll es ebenfalls nicht geben. Es sei sogar nicht sicher, dass Griezmann sich noch vor dem Start der WM auf einen der Klubs festlegt. 

Derweil hat Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu in einem Interview mit Radiosender RAC1 für Aufsehen gesorgt. "In diesem Jahr habe ich nicht mit ihm gesprochen, aber mit seinem Berater im Oktober", erklärte Baromeu dabei. Damit könnte Barcelona allerdings gegen FIFA-Statuten verstoßen haben. Da Griezmann noch bis 2022 bei Atletico unter Vertrag steht, dürfen Klubs erst sechs Monate vor Vertragsende mit dem Spieler offiziell verhandeln. Nun müssen die Katalanen Konsequenzen seitens des Weltverbandes befürchten. In ähnlichen Fällen wurde der FC Chelsea und AS Rom bereits mit Transfersperren belegt.