Trotz des erfolgreichen Auftakts in die neue Saison für den Hamburger SV gegen den FC Augsburg, fliegen hinter den Kulissen mal wieder die Fetzen beim 'Dino'. Während Edelfan und Gönner Klaus-Michael Kühne die Medien die letzten Tage mit verschiedensten Aussagen in Atem hielt, muss sich nun Spielerberater und Kühne-Freund Volker Struth für seine Klienten verteidigen.


Es geht mal wieder hoch her beim HSV. Selbst der 1:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg konnte die Wogen bislang nicht glätten. Die vergangenen Tage waren von den Aussagen von Klaus-Michael Kühne bestimmt. Nachdem er den Angreifer der 'Rothosen' Pierre-Michel Lasogga zunächst als “Lusche” bezeichnete und der Vorstandsvorsitzende des Vereins Heribert Bruchhagen im Sport1-Doppelpass zu erklären versuchte, dass das ja alles nicht so gemeint war, machte der Milliardär weitere fragwürdige Aussagen.


So soll er angeblich die Vertragsverlängerung von Bobby Wood nachhaltig beeinflusst und auf diese gepocht haben, andernfalls würde er keine finanzielle Unterstützung zum Transfer von Andre Hahn beisteuern. Im Zentrum der Kritik steht in diesem Falle neben Kühne aber auch Berater Volker Struth. Denn er war nicht nur ehemaliger Berater von Kühne selbst, sondern ist aktuell auch der Agent von Bobby Wood, Andre Hahn und Markus Gisdol.


Berater weist Verbindungen von sich


Struth soll daher in einem Interessenkonflikt stehen, den dieser aber weit von sich weist. “Einen Interessenkonflikt an dieser Stelle zu konstruieren, ist absurd. Wood und Hahn waren in diesem Sommer heiß begehrte Spieler, die auch bei anderen Vereinen hätten unterschreiben können”, so der Berater. “Genauso absurd ist es, mich immer wieder mit der Transferpolitik vom HSV in Verbindung zu bringen.”

Auch Kühne verteidigt seinen ehemaligen Mitstreiter gegenüber solcher Kritik: “Ich weiß, wen Markus Gisdol als Spieler haben will. Und er hat mich über Struth gebeten, mich zu engagieren. So wusste ich, dass viele andere Vereine hinter Wood und Hahn her waren. Mir war also bekannt, dass der HSV schnell reagieren musste. Er war nicht dazu in der Lage, also habe ich es getan.” Ob die Diskussion um die Aussagen Kühnes damit beendet ist, oder ob es weitere fragwürdige Antworten gibt die aufhorchen lassen, wird man in den kommenden Tagen sehen.