1. FC Köln

1. FC Köln: Gisdol bittet bei Meyer und Dennis um Geduld

Florian Bajus
Markus Gisdol nimmt die Winterneuzugänge Max Mexer und Emmanuel Dennis in Schutz
Markus Gisdol nimmt die Winterneuzugänge Max Mexer und Emmanuel Dennis in Schutz / Pool/Getty Images
facebooktwitterreddit

Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nahm Markus Gisdol Max Meyer in Schutz, gleichzeitig betonte der Cheftrainer des 1. FC Köln, dass er in der gegenwärtigen sportlichen Situation keine Spielminuten zu verschenken habe. Auch Stürmer Emmanuel Dennis benötige noch Zeit, so der 51-Jährige.

Die beiden Winterneuzugänge Max Meyer und Emmanuel Dennis haben sich in ihren ersten Wochen noch nicht zu den neuen Hoffnungsträgern des 1. FC Köln entwickelt. Stattdessen verbringt Meyer die meiste Zeit auf der Bank, einzig beim 3:1-Erfolg über Arminia Bielefeld erhielt der 25-Jährige einen Kurzeinsatz; Dennis ist derweil in der Sturmspitze bemüht, blieb in vielen seiner Aktionen allerdings noch glücklos.

1. FC Köln: Gisdol erklärt mangelnde Einsatzzeiten von Meyer

Insbesondere Meyer sorgt für Gesprächsstoff, nachdem der Express unter der Woche berichtet hat, dass der frühere Mittelfeldspieler des FC Schalke 04 insbesondere auf Wunsch von Sportchef Horst Heldt seine Zelte am Geißbockheim aufgeschlagen haben soll. Gisdol begründet via Express die geringen Einsatzzeiten derweil mit der großen Konkurrenz in der Mittelfeldzentrale und Meyers geringer Spielpraxis in den vergangenen Monaten.

"Er kommt hier in den laufenden Spielbetrieb rein, wo alle voll im Saft stehen. Wir haben auf seiner Position mit Ellyes Skhiri, Elvis Rexhbecaj und und Salih Özcan drei Spieler, die aktuell sehr gut performen", so Gisdol auf der Spieltagspressekonferenz. "Dann kommt ein neuer Spieler mit einer riesigen Erwartungshaltung von außen und der soll sofort einen von diesen Jungs wegdrücken können, obwohl er zuletzt ganz, ganz wenig Spielpraxis auf höchstem Niveau hatte? Diese Erwartungshaltung ist ihm gegenüber nicht fair."

Im zentralen Mittelfeld des 1. FC Köln muss sich Max Meyer gegen zahlreiche Konkurrenten behaupten
Im zentralen Mittelfeld des 1. FC Köln muss sich Max Meyer gegen zahlreiche Konkurrenten behaupten / Lars Baron/Getty Images

Meyer müsse sich "die Wettkampfhärte über das Training" earbeiten, erklärte Gisdol, "ich kann derzeit keine Spielminuten verschenken, wenn ich denke, es hilft noch nicht optimal." Aktuell hinterlasse der Ex-Nationalspieler aber einen positiven Eindruck: "Max strengt sich unglaublich an im Training. Wenn er diesen Weg weitergeht, ist alles in Ordnung."

Gisdol nimmt auch Dennis in Schutz - Andersson-Comeback nicht in Sicht

Über Dennis, der sich zuletzt selbstkritisch über seine ersten Leistungen im FC-Dress äußerte, sagte Gisdol (via BILD): "Er bemüht sich, liefert eine sehr gute Laufleistung ab und ich gestehe ihm zu, dass noch nicht alles klappt." Die 23-jährige Leihgabe vom FC Brügge müsse die Mannschaft "noch kennenlernen. Das muss sich jetzt über die Spiele entwickeln."

Solange Sebastian Andersson (Foto) ausfällt, ist Emmanuel Dennis in der Kölner Sturmspitze gesetzt
Solange Sebastian Andersson (Foto) ausfällt, ist Emmanuel Dennis in der Kölner Sturmspitze gesetzt / Lars Baron/Getty Images

Bewährungschancen dürfte Dennis zu Genüge erhalten, denn unklar ist, ob respektive wann Sebastian Andersson wieder einsatzbereit ist. Der Schwede fehlt seit Mitte Dezember aufgrund anhaltender Knieprobleme. "Das ist keine Frage von Tagen, sondern eher von Wochen", so Gisdol. Ende Januar berichtete Geissblog.Koeln, dass die Hoffnungen auf ein Comeback gegen Stuttgart oder im Auswärtsspiel beim FC Bayern in der darauffolgenden Woche ruhen sollen. Davon ist Andersson scheinbar aber weit entfernt.

facebooktwitterreddit