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Was macht eigentlich Bayern-Legende Arjen Robben?

Arjen Robben gehört zu den bekanntesten Gesichtern des FC Bayern München. Auch heute kann der Niederländer dem Leistungssport nicht widerstehen.
Arjen Robben
Arjen Robben | Adam Pretty/GettyImages

Arjen Robben gehört zu den bedeutendsten Spielern in der Vereinsgeschichte des FC Bayern München, aber auch in der gesamten Bundesliga. Der Niederländer zählte dank seines hohen Tempos, seiner Dynamik und vor allem aufgrund seines präzisen linken Fußes zu den besten Spielern auf seiner Position. In seinen insgesamt 309 Pflichtspielen für den deutschen Rekordmeister konnte er stolze 144 Tore sowie 100 Torvorlagen zum Erfolg des Klubs aus der bayerischen Landeshauptstadt beisteuern. Doch was macht der mittlerweile 42-Jährige eigentlich heute?

Beeindruckender Karriereweg

Fassen wir zunächst den Karriereweg von Arjen Robben noch einmal fix zusammen. Der ehemalige Flügelstürmer entstammt der Jugendabteilung des niederländischen Vereins FC Groningen und gab bereits im Dezember 2000 im Alter von 16 Jahren sein Profidebüt für seinen Ausbildungsklub, bei dem er fortan auch weiter zu überzeugen wusste. Im Sommer 2002 sicherte sich deshalb der niederländische Spitzenklub PSV Eindhoven die Dienste des Talents und lockte Robben erstmals von Groningen weg. Die PSV zahlte rund 4,3 Millionen Euro für den damals 18-Jährigen.

Für Eindhoven steuerte Robben in 75 Pflichtspielen insgesamt 42 direkte Torbeteiligungen bei und weckte so allmählich das Interesse der großen Fußballmächte in Europa. Der FC Chelsea schlug zu, legte 18 Millionen Euro auf den Tisch und holte Robben 2004 in die englische Premier League.

Arjen Robben beim FC Chelsea
Arjen Robben beim FC Chelsea | JOHN D MCHUGH/GettyImages

Drei Jahre, 106 Pflichtspiele, 19 Tore und 23 Vorlagen später folgte der nächste Karrieresprung in den vermeintlichen Olymp des Fußballs. Real Madrid war von den Qualitäten Robbens so angetan, dass der Verein sich im Sommer 2007 für 35 Millionen Euro die Dienste des schussgewaltigen Linksfußes sicherte und ihn in die spanische La Liga lotste. Aufgrund von ständigen Verletzungsanfälligkeiten wurde Robben bei den Königlichen aber nie so richtig glücklich – zum Glück für den FC Bayern.

Arjen Robben bei seiner Vorstellung in Madrid
Arjen Robben bei seiner Vorstellung in Madrid | JAVIER SORIANO/GettyImages

Beim FC Bayern wurde Robben zur Legende

Nach 65 Pflichtspieleinsätzen für Real Madrid, bei denen Robben 13 Tore und 15 Vorlagen lieferte, sicherte sich der deutsche Rekordmeister am 28. August 2009 für eine Ablöse von 25 Millionen Euro einen Spieler, der sich in München zur Legende aufschwingen und ganze zehn Jahre bleiben sollte.

Mit acht deutschen Meistertiteln, fünf DFB-Pokalsiegen, einem Finalsieg in der Champions League, dem UEFA-Supercup, vier deutschen Superpokalsiegen sowie den individuellen Auszeichnungen "Fußballer des Jahres 2010” und "Bundesligaspieler der Saison 2009/10” war dann im Sommer 2019 Schluss für Robben beim FC Bayern. Das DFB-Pokalfinale 2019 gegen RB Leipzig war Robbens letztes Spiel für den Rekordmeister und er verabschiedete sich mit dem Finalsieg. Das Ende einer Ära.

Stiller Abgang nach dem letzten Spiel für Bayern - Robben verabschiedete sich mit dem Pokaltriumph
Stiller Abgang nach dem letzten Spiel für Bayern - Robben verabschiedete sich mit dem Pokaltriumph | Matthias Hangst/GettyImages

Ein kurzes Aufleben sollte es nochmal geben, als Robben sich nach einer kurzen Auszeit im Sommer 2020 noch einmal für seinen Ausbildungsverein FC Groningen auf den Rasen wagte. Ein Jahr später, im Sommer 2021, beendete er seine beeindruckende Karriere endgültig – auch, weil die Verletzungssorgen nicht aufhören wollten.

Dem Sport treu geblieben

Doch dem Leistungssport konnte Arjen Robben nicht den Rücken zudrehen. Nach ersten Gehversuchen als Nachwuchstrainer bei Be Quick 1887, wo Robben von Januar 2022 bis Sommer 2023 arbeitete, wechselte er als Trainer-Azubi in die Nachwuchsabteilung des FC Groningen, wo er bis heute tätig ist und verschiedene Stationen durchlief. Seit 2025 ist Robben nun Cheftrainer der U14 des niederländischen Erstligaklubs und trainiert dort unter anderem seinen Sohn Kai.

Arjen Robben
Arjen Robben | ANP/GettyImages

Doch auch Robben selbst legt nicht etwa die Füße hoch. Der Kick des Leistungssports schlummert auch im früheren Bayern-Star noch immer, weshalb er Gefallen daran findet, an Marathons teilzunehmen. Beim Rotterdam-Marathon 2023 lief der Niederländer eine Zeit von 2 Stunden, 58 Minuten und 33 Sekunden. Bei seinem Marathon-Debüt ein Jahr zuvor brauchte er für die gleiche Strecke noch 3 Stunden, 13 Minuten und 57 Sekunden. Zudem konnte man den ehemaligen Bundesligastar als Schwimmer bewundern. Dies war allerdings nur im Rahmen einer Charity-Aktion möglich, bei der Spenden für einen guten Zweck gesammelt wurden.

Seit 2025 ist Arjen Robben wieder als Profi unterwegs – allerdings nicht etwa im Fußball, sondern in der Trendsportart Padel. Schon 2019 fand Robben Gefallen an dieser sich immer weiter ausbreitenden Sportart, er baute sich sogar einen eigenen Platz im Garten. Nun kann er seinem neuen Hobby also auch überaus ambitioniert nachgehen. Unter anderem beim Bronze-Turnier der FIP (International Padel Federation) im niederländischen Westerbork zeigte er im Jahr 2025 auch gleich, was er draufhat, und begeisterte die rund 500 Zuschauer sowie seine Gegenspieler.

Als wäre das alles nicht schon genug, sieht man Robben regelmäßig als TV-Experte oder bei Auftritten der FC-Bayern-Legenden, wo er unter anderem auch seinen alten Kumpel aus aktiven Zeiten in München, Franck Ribéry, trifft.

Die FC Bayern-Legenden u.a. mit Elber, Starke, Ribery, Robben und Klinsmann
Die FC Bayern-Legenden u.a. mit Elber, Starke, Ribery, Robben und Klinsmann | KARL-JOSEF HILDENBRAND/GettyImages

Was von der großen Bayern-Karriere von Arjen Robben hängenbleibt, sind sein großer Siegeswille, sein brandgefährlicher linker Fuß und seine Traumtore, aber auch seine Wehwehchen. Der 96-malige niederländische Nationalspieler war ein großer Fußballstar ohne große Starallüren, der sogar mit dem Fahrrad zum Training an die Säbener Straße kam. Und ein Mann, der glücklicherweise einfach nicht vom Sport loskommt.

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