Vom Aufsichtsrat abgesegnet: Eberl erhält Erlaubnis für drastischen Upamecano-Schritt
Von Oliver Helbig

Das Vertragstheater um Dayot Upamecano zieht sich seit Monaten hin. Nachdem zwischenzeitlich von Durchbruch und Einigung die Rede war, blieb das große Ja-Wort des Franzosen zum FC Bayern München bislang aus. Unterschrieben ist noch nichts, und allmählich verlieren die Münchner die Geduld mit dem Abwehrstar.
Eberl darf Angebot zurückziehen!
Der Geduldsfaden des deutschen Rekordmeisters scheint gerissen zu sein. So ließ Bayerns Sportvorstand Max Eberl am Wochenende bei Sky nun durchklingen, dass man jetzt endlich eine längst überfällige Entscheidung von Dayot Upamecano erwarte. "Jetzt muss irgendwann eine Entscheidung her", so Eberl über die Vertragscausa um den Franzosen.
Nach Informationen von Sky erhöhen die Bayern-Bosse und Transferentscheider um Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund den Druck auf den 27-Jährigen offenbar gewaltig. Demnach haben sich Eberl und Freund beim Aufsichtsrat um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge mittlerweile das grüne Licht geholt, das Angebot an Upamecano zurückziehen zu dürfen und ihm die angebotene Vertragsverlängerung vor der Nase vom Tisch zu ziehen.
Transferexperte Florian Plettenberg spricht davon, dass sich Upamecano in dieser Woche entscheiden muss, ansonsten wird das Angebot der Münchner zurückgezogen und er wird den Verein im kommenden Sommer ablösefrei verlassen.
Die Bild hatte zuvor sogar von einer noch kürzeren Deadline berichtet. Demnach hätte sich Upamecano bis Sonntag - also dem 1. Februar - entscheiden müssen. Man darf abwarten (und in diesem Kaugummi-Poker eher bezweifeln), ob eine Entscheidung wirklich imminent ist.
FC Bayern verliert Geduld
Worauf Upamecano wartet, ist derweil unklar. Sicher ist nur, dass die Bayern ihr bereits abgegebenes Angebot nicht noch einmal aufbessern werden. Aus dieser Sicht kann der Franzose also auf keine weiteren Signale hoffen. Es scheint vielmehr so, als würde der Berater des Spielers auf andere, möglicherweise lukrativere Angebote aus dem Ausland warten. Dies sorgte bereits dafür, dass Uli Hoeneß starke Kritik übte.
"Über dieses Verhalten bin ich entsetzt."
- Uli Hoeneß (kicker)
Das Angebot des FC Bayern an Upamecano ist mit einem neuen Gehalt in Höhe von rund 20 Millionen Euro brutto und einem Unterschriftsbonus im zweistelligen Millionenbereich durchaus stattlich. Nach verschiedenen Informationen könnte dieser ebenfalls im Bereich der 20 Millionen Euro liegen.
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