Erst am Sonntag hatte Nico Schlotterbeck Einblicke in seine Leidenszeit gegeben und den BVB-Fans nur wenig Hoffnung auf ein baldiges Comeback gegeben (90min berichtete). Einen genauen Zeithorizont gab der 26-Jährige dabei nicht vor.
Intern sei dies jedoch anders, wie die Bild am Dienstag berichtete. Demnach ist auch im September noch nicht mit der Saisonpremiere des Innenverteidigers in der Bundesliga zu rechnen.
Stattdessen hätten Schlotterbeck und der BVB das Ziel, dass der spielstarke Verteidiger im ersten Spiel nach der ersten Länderspielpause (23. September bis 8. Oktober) am Wochenende um den 10. Oktober wieder auf dem Platz steht. Dann empfangen die Schwarzgelben Werder Bremen, die genaue Ansetzung steht noch aus. Voraussetzung sei allerdings, dass es im weiteren Verlauf der Reha keinen Rückschlag mehr gibt.

"Es ist einfach eine langwierige Geschichte", hatte Schlotterback, der sich bei der WM im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) eine Innenbandverletzung zugezogen hatte, am Sonntag am Rande des Formel-1-Rennens in Zandvoort am Sky-Mikrofon erklärt: "Das war nicht ohne bei der WM". Der Tragweite sei er sich dabei zunächst selbst gar nicht bewusst gewesen.
Rund eine halbe Stunde biss Schlotterbeck gegen die Elfenbeinküste noch die Zähne zusammen, ehe er zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Nun ist bereits seit über zwei Monaten außer Gefecht gesetzt.
"Wir müssen von Tag zu Tag schauen. Wir probieren, das gut zu verheilen und gute Arbeit zu liefern, mit den Physios und den Reha-Trainern."Nico Schlotterbeck
Chance für die nächsten BVB-Youngster?
In Abwesenheit des klaren Defensivanführers Schlotterbeck und des ebenfalls noch verletzt fehlenden Kapitäns Emre Can (Kreuzbandriss) bildeten bei der 1:2-Niederlage im Supercup gegen Bayern München der 19 Jahre alte Neuzugang Joane Gadou mit den Routiniers Waldemar Anton und Ramy Bensebaini die Dreierkette. Doch auch diese Aufstellung könnte Trainer Niko Kovac beim Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) nicht zur Verfügung stehen.
Zwar zieht die Rote Karte, die Bensebaini im Supercup kassierte, keine Sperre für die Bundesliga nach sich (90min berichtete), doch auch den Algerier plagen Verletzungssorgen. Bensebaini musste offenbar nach der Partie ins Krankenhaus. Dort wurde nach Informationen der Bild eine Rippenprellung festgestellt, die einen Einsatz gegen den HSV gefährden könnte - und zumindest die Trainingswoche beeinflussen dürfte.
Sollte auch Bensebaini ausfallen, könnte die nächste Chance für Filippo Mane (21) kommen, der sich nach einer holprigen Vorsaison in der Sommervorbereitung bereits wieder angeboten hat (90min berichtete). Als weitere Alternative stünde auch noch Top-Talent Luca Reggiani (18) bereit, ehe wohl Julian Ryerson von außen in die Dreierkette gezogen werden müsste.
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