Skip to main content

Sprung in der BVB-Hierarchie: Der heimliche Gewinner der Vorbereitung

Nach einer schwierigen Premierensaison in der Bundesliga spielt sich Filippo Mane wieder in den Vordergrund. Kann er sich in Dortmund behaupten?
Empfahl sich für mehr: Filippo Mane (Mitte)
Empfahl sich für mehr: Filippo Mane (Mitte) | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Bei Borussia Dortmund ist der Hype um Neuzugang Konstantinos Karetsas spätestens nach seinem Traumtor im Emirates Cup gegen den englischen Meister FC Arsenal riesig. Doch im Schatten des griechischen Toptalents hat sich in der laufenden Vorbereitung heimlich noch ein weiterer Youngster in den Vordergrund gespielt und sich in der Innenverteidiger-Hierarchie nach vorne gearbeitet: Filippo Mane.

Vor einem Jahr noch erlebte der 21 Jahre alte Italiener einen bitteren Kaltstart in seine Bundesligakarriere. Durch die Ausfälle von Nico Schlotterbeck und Emre Can wurde er am ersten Spieltag beim FC St. Pauli gleich in die Startelf gespült - und zunächst lief auch alles nach Plan. Der BVB führte mit 3:1, Mane präsentierte sich gut. Doch in der 85. Minute packte er im eigenen Strafraum zu: Rote Karte und Elfmeter. Daniel Sinani verwandelte den fälligen Strafstoß und nur drei Minuten später trafen die Gastgeber zum 3:3-Endstand.

Der unglückliche Start bremste den 2022 von Sampdoria Genua nach Dortmund gekommenen Verteidiger sofort wieder aus. Nachdem Mane am folgenden Spieltag gesperrt zuschauen musste, wurde er am 3. Spieltag beim 1. FC Heidenheim kurz vor Schluss eingewechselt. Danach war er erst einmal monatelang außen vor. Erst in der Rückrunde folgte der nächste Kurz- und eine Woche sogar ein Startelfeinsatz. Doch der war bereits zur Pause wegen einer Muskelverletzung beendet. Bis zum Saisonende blieb Mane nur noch die Zuschauerrolle, stattdessen spielte sich Luca Reggiani (18) in den Vordergrund.

Doch diese Rollenverteilung scheint sich nun wieder umzukehren. Wie die Ruhr Nachrichten berichten, hat Mane die dreiwöchige Vorbereitung genutzt und im Duell der italienischen Defensivtalente inzwischen wieder die Nase vorn. Nicht zufällig spielte Mane beim 3:2-Sieg gegen Arsenal von Beginn an.

Kovac gerät ins Schwärmen - und ist Mane doch bald weg?

Nach der Partie, in der Mane nach ein paar Schwierigkeiten zu Beginn gerade in der zweiten Halbzeit an der Seite von Neuzugang Joane Gadou eine starke Leistung zeigte, stärkte Lars Ricken dem Youngster dann auch gleich den Rücken. Zweifel? Zumindest nach außen nie da gewesen.

"Wir waren und sind von ihm überzeugt. Es war immer nur die Frage, ob er lang genug verletzungsfrei bleibt", wird der BVB-Sportchef von den Ruhr Nachrichten zitiert. Niko Kovac zeigte sich von der Leistung Manes und Gadous zudem äußerst angetan. "Beide haben richtig abgeräumt. Das war die pure Wucht, sie waren sehr griffig, mit Power und am Mann sehr stark", schwärmte der Trainer der Schwarzgelben.

Rigoros im Zweikampf: Filippo Mane gegen Arsenal
Rigoros im Zweikampf: Filippo Mane gegen Arsenal | Catherine Ivill - AMA/GettyImages

Die Gründe für Manes Aufschwung? Zum einen der erkennbar große Ehrgeiz, mit dem Mane in die Vorbereitung gestartet sein soll. Und zum anderen die gewonnene Stabilität, die er sich offenbar mit der medizinischen Abteilung des BVB erarbeitet hat. In der vergangenen Saison hatten Mane immer wieder muskuläre Probleme ausgebremst.

Mane ist einer der Gewinner der Vorbereitung - und dennoch wird es in Dortmund schwer, im Wettbewerb mit Gadou, Waldemar Anton und Ramy Bensebaini auf viel Spielzeit zu kommen, wenn auch noch Nico Schlotterbeck (Innenbandriss Sprunggelenk) und Emre Can (Kreuzbandriss) aus ihren Verletzungen zurückkehren. Gleiches gilt für Luca Reggiani. Ein Leihgeschäft könnte zumindest für einen der beiden sinnvoll sein.


Weitere BVB-News lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu