Nico Schlotterbeck hat die Hoffnungen auf ein zeitnahes Comeback bei Borussia Dortmund etwas gedämpft. "Es ist einfach eine langwierige Geschichte", erklärte der Innenverteidiger, der sich bei der WM im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) eine Innenbandverletzung zugezogen hatte, am Rande des Formel-1-Rennens in Zandvoort am Sky-Mikrofon.
"Das war nicht ohne bei der WM", erzählte Schlotterbeck, der sich der Tragweite zunächst selbst gar nicht bewusst war. Der 26-Jährige habe zunächst gedacht "es wäre nicht so schlimm, habe dann noch weitergespielt", berichtete er am Tag nach der Supercup-Niederlage seines BVB gegen den FC Bayern (1:2). Rund eine halbe Stunde biss Schlotterbeck gegen die Elfenbeinküste noch die Zähne zusammen, ehe er zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Nun ist bereits seit über zwei Monaten außer Gefecht gesetzt - und ein Ende der Leidenszeit bahnt sich aktuell noch nicht an.
"Von Tag zu Tag schauen": Droht ein Abwehrengpass?
"Wir müssen von Tag zu Tag schauen. Wir probieren, das gut zu verheilen und gute Arbeit zu liefern, mit den Physios und den Reha-Trainern", sagte Schlotterbeck, der sich aktuell weiter im Aufbautraining befindet und eine konkrete Prognose vermied. Er glaub aber, dass es dann "nicht mehr so lange dauert."

In Abwesenheit des klaren Defensivanführers Schlotterbeck und des ebenfalls noch verletzt fehlenden Kapitäns Emre Can (Kreuzbandriss) bildeten im Supercup Neuzugang Joane Gadou, Waldemar Anton und Ramy Bensebaini die Dreierkette. Doch auch diese Aufstellung könnte Trainer Niko Kovac beim Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) nicht zur Verfügung stehen.
Zwar zieht die Rote Karte, die Bensebaini im Supercup kassierte, keine Sperre für die Bundesliga nach sich (90min berichtete), doch auch den Algerier plagen Verletzungssorgen (90min berichtete). Bensebaini musste nach der 1:2-Niederlage ins Krankenhaus. Dort wurde nach Informationen der Bild eine Rippenprellung festgestellt, die einen Einsatz gegen den HSV gefährden könnte - und zumindest die Trainingswoche beeinflussen dürfte.
