WM-Vorschau: Die beste Aufstellung von Frankreich

Florian Fischer
Frankreich geht als Titelverteidiger an den Start
Frankreich geht als Titelverteidiger an den Start /
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Die Franzosen gehen bei der Winter-Weltmeisterschaft in Katar als Titelverteidiger an den Start. Nach dem desaströsen Abschneiden bei der Europameisterschaft 2021, als man bereits im Achtelfinale gegen die Schweiz ausschied, ist man bei der Equipe Tricolore darauf gepocht, den Titel bei der Weltmeisterschaft zu verteidigen. Mit Kylian Mbappé und dem frischgebackenen Weltfußballer Karim Benzema haben die Franzosen zwei der besten Spieler der Welt im Kader. Aber dennoch ist Vorsicht geboten: bei den letzten drei Weltmeisterschaften flog der Titelverteidiger bereits in der Vorrunde raus.


1. Tor

Hugo Lloris
James Williamson - AMA/GettyImages

Mit Hugo Lloris verfügt die Equipe Tricolore über einen der erfahrensten Torhüter des Turniers. Die Weltmeisterschaft in Katar wird für den Keeper der Tottenham Hotspur bereits die vierte sein. Zwar hat der Titelverteidiger mit Mike Maignan vom AC Milan einen weiteren Torhüter mit großem Potential, aber Lloris ist als Kapitän die klare Nummer eins.

2. Abwehr

Lucas Hernandez, Theo Hernandez, Raphael Varane, Kasper Dolberg
Xavier Laine/GettyImages

Die Equipe Tricolore haben wohl den besten Kader der Welt. Denn der Titelverteidiger ist sowohl in der Breite, als auch in der Spitze überragend aufgestellt. Das zeigt sich auch direkt in der Defensive. Da Didier Deschamps zuletzt auf eine Dreierkette setzte, dürfte diese auch zum WM-Auftakt gegen Australien zum Zuge kommen. Dabei dürften Lucas Hernandez, Raphael Varane und Jules Koundé die besten Chancen haben, gegen die Socceroos in der Startelf zu stehen.

3. Mittelfeld

Antoine Griezmann
Soccrates Images/GettyImages

Das Mittelfeld der Franzosen besticht ebenfalls durch extreme internationale Klasse. Auch dort wird Deschamps die Qual der Wahl haben. Zwar müssen Les Bleus im Zentrum auf N'Golo Kanté verzichten, der aufgrund einer Oberschenkelverletzung ausfällt, doch mit den Youngster Aurélien Tchouaméni und Eduardo Camavinga steht Ersatz parat. Die beiden Stars von Real Madrid werden wohl das defensive Mittelfeld bilden. Vor den beiden wird Antoine Griezmann auflaufen. Der Offensivspieler von Atletico Madrid agiert im 3-5-2-System von Deschamps zumeist als Mann hinter den Spitzen.

Auf den Außenpositionen gibt es auch mehrere Varianten. Links wird Deschamps auf Theo Hernandez setzen. Ferland Mendy von Real Madrid wurde nicht nominiert. Sein Pendant auf der rechten Außenbahn wird aber ein deutlich offensivausgerichteter Spieler sein. Die Rede ist von Kingsley Coman vom FC Bayern München. Der 26-Jährige übernahm die Rolle des rechten Schienenspielers in der französischen Nationalmannschaft schon mehrfach und ist daher wohl gesetzt.

4. Sturm

Karim Benzema, Kylian Mbappe
John Berry/GettyImages

Der Angriff der Franzosen dürfe der einzige Mannschaftsteil sein, wo es zwei unumstrittene Stammspieler gibt. Klar drängen sich Akteure wie Olivier Giroud vom AC Milan und der Leipziger Christopher Nkunku auf, doch mit Kylian Mbappé und dem frischgebackenen Weltfußballer Karim Benzema haben die Franzosen zwei der wahrscheinlich fünf besten Fußballer des Planeten in ihren Reihen. Daher dürfe klar sein, wer beim Auftakt gegen Australien stürmen wird.


Die beste Frankreich-Aufstellung im Überblick:

Im 3-5-2 (v.l.n.r.): Lloris - Lucas Hernandez, Raphael Varane, Julues Koundé - Theo Hernandez, Aurélien Tchouaméni, Eduardo Camavinga, Kingsley Coman - Antoine Griezmann - Kylian Mbappé, Karim Benzema


Fazit:

Der Titelverteidiger geht auch 2022 als Favorit in die Weltmeisterschaft. Der Kader besticht durch viel Qualität in allen Mannschaftsteilen. Trainer Didier Deschamps kann alle Positionen mindestens Doppelt besetzen, ohne einen Qualitätsverlust in der Mannschaft zu spüren.

Auch wenn die Equipe Tricolore nicht durch ihr Ballbesitzspiel überzeugt, hat sie gute Qualitäten im Spiel mit der Kugel. Es zeichnet die Deschamps-Elf auch aus, dass sie sehr variabel in ihrer Spielanlage ist. Neben dem 3-5-2, welches in den vergangenen Nations-League-Spielen praktiziert wurde, können die Franzosen auch im 4-3-3 agieren. Auch hierfür stehen dem Coach genügend Akteure zur Verfügung. Der Mix aus Kurzpassspiel und Tiefe ist beeindruckend und das macht den Titelverteidiger auch aus.

Mit der französischen Nationalmannschaft muss man auch bei der Winter-Weltmeisterschaft in Katar rechnen. Es würde keinen verwundern, wenn sich die Equipe Tricolore wieder mindestens ins Halbfinale spiele würde. Doch auch Vorsicht ist geboten. Bei vier der letzten fünf Titelkämpfe schied der amtierende Weltmeister bereits in der Vorrunde aus. 2002 in Südkorea und Japan traf es übrigens die Franzosen selbst.

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