Was macht eigentlich Sinan Kurt?

Dominik Hager
Sinan Kurt galt einst als Top-Talent
Sinan Kurt galt einst als Top-Talent / VI-Images/GettyImages
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Sinan Kurt dürfte den meisten Fußball-Fans ein geläufiger Begriff sein. Ein eigentlich erstaunlicher Fakt, wenn man bedenkt, dass der inzwischen 26-Jährige gerade mal drei Spiele in der Bundesliga absolviert hat. Der offensive Mittelfeldspieler ist das Musterbeispiel eines gescheiterten Talents. Wir möchten uns seinen Werdegang ansehen und verraten, was Kurt aktuell macht.


Als gefeiertes Talent schienen Sinan Kurt alle Türen offen zu stehen. Der Spieler glänzte bereits in jungen Jahren in der Gladbach-Jugend und zeichnete sich in der U17 und U19 als Scoring-Maschine aus. Der FC Bayern wurde auf den Spieler aufmerksam und nahm ihn im Jahr 2014 unter Vertrag.

Obwohl Kurt damals zu den hoffnungsvollsten Spielern Deutschlands zählte, konnte er im Erwachsenenbereich nie wirklich Fuß fassen. Viele unterstellten dem Youngster, abgehoben zu sein und zu wenig Disziplin an den Tag zu legen. Zwar gelangen dem Spieler ein paar gute Spiele für die Bayern-Jugend und auch Bayern II, jedoch war er weit davon entfernt, den dauerhaften Sprung ins Profi-Team zu schaffen.

Stationen in Berlin und Österreich bringen keinen Erfolg

Kurt traf die auf den ersten Blick kluge Entscheidung, die Bayern zu verlassen, jedoch ging es seitdem stetig weiter bergab. Zunächst versuchte er sein Glück bei der Hertha, wo er all seine drei Bundesliga-Einsätze verbuchen konnte, sonst jedoch für die zweite Mannschaft aktiv war.

Im Februar 2019 kehrte der gebürtige Mönchengladbacher Deutschland den Rücken und heuerte bei WSG Wattens (später WSG Tirol), einem österreichischen Zweitligisten, an. Dort reichte es aber lediglich für 13 Spiele und ein Tor. Zwar ließ sein Trainer positiv verlauten, dass Kurt "keine Star-Allüren" habe und "ein toller Typ" sei, jedoch musste er aufgrund der Ausländerregel den Verein verlassen.

Kurt rutscht in die Arbeitslosigkeit: Neuer Anlauf in der Türkei

Aus diesem Grunde stand Kurt ab dem Sommer 2019 ohne Verein da, was sich erst im Herbst 2020 änderte. Das einst gefeierte Talent wechselte zum SV Straelen in die Regionalliga. Dort blieb er jedoch auch nur für ein paar Monate und schloss sich dem slowakischen Klub FC Nitra an. Dort kickte er auch lediglich ein halbes Jahr, ehe er ab dem Sommer 2021 vereinslos wurde.

Dieser Fakt wird sich erst am 12. Januar 2023 ändern. Kurt hat schließlich einen Arbeitgeber gefunden. Dabei handelt es sich um Karaman. Und nein, Kurt steht nicht im Besitz des Schalke-Profis Kenan Karaman, sondern wechselte zum türkischen Viertligisten FK Karaman. Immerhin: Der Verein steht aktuell an der Tabellenspitze. Sieht man sich aber an, wie schnell Kurt seine Vereine wechselt, wird er längst weg sein, ehe sich der Klub in der dritten Spielklasse wiederfindet.

"Ich werde hier härter arbeiten und zu meiner alten Stärke und Leistung zurückkommen", versprach der Spieler bei seiner Vorstellung. Es ist aber schwer zu glauben, dass Kurt wirklich nochmal den Turnaround schafft. Dazu ist er mit 26 Jahren zu alt und noch zu weit weg von hochklassigen Klubs.


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