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Bundesliga Transfers

Schmadtke schiebt Lacroix-Abgang einen Riegel vor: Alles nur ein Bluff?

Dominik Hager
Der junge Maxence Lacroix ist der Stabilisator in der Wolfsburger Abwehrreihe
Der junge Maxence Lacroix ist der Stabilisator in der Wolfsburger Abwehrreihe / Martin Rose/Getty Images
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RB Leipzig hat sein Werben um den Wolfsburger Innenverteidiger Maxence Lacroix noch nicht aufgegeben. Trotz der klaren Worte von VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke dürfte im Transfer-Poker um den 21-jährigen Franzosen noch nicht das letzte Wort gesprochen sein.


Noch erscheint es eher fragwürdig, ob RB Leipzig die Abgänge von Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté adäquat ersetzt hat. Ein Transfer des Wolfsburger Senkrechtstarters aus der Vorsaison käme da gerade recht. Allerdings gab es für die Leipziger bislang noch kein Vorbeikommen am Wolfsburg-Sportdirektor Jörg Schmadtke, der als harter Verhandlungspartner bekannt ist.

"Er bleibt hier, die Sache ist entschieden. Wir haben alles abgelehnt - und das Thema ist jetzt auch beendet", erklärte dieser gegenüber dem Sportbuzzer.

RB-Boss Oliver Mintzlaff will sich jedoch von dem eindeutigen Statement nicht einschüchtern lassen.
"Das Transferfenster ist ja noch ein paar Tage offen. Mal sehen, was noch passieren wird. Wir haben aber kein Druck und sind auf allen Positionen gut aufgestellt", erläuterte er gegenüber der Bild.

Entscheidet möglicher Halstenberg-Weggang die Zukunft von Lacroix?

Dem Boulevard-Medium zufolge wäre RB auch bereit, deutlich mehr als die bisher gebotenen 24 Millionen Euro zu zahlen. Hierzu muss jedoch erst ein anderer Stein ins Rollen kommen. Möglich wäre die höhere Zahlung dann, wenn Marcel Halstenberg nach Dortmund transferiert wird. Die Borussen müssen zuvor aber erst Nico Schulz loswerden. Allerdings dürfte das Interesse am BVB-Linksverteidiger allgemein nicht groß sein.

Der Poker zwischen Wolfsburg und Leipzig wird sich demnach wohl noch ein wenig hinziehen. Das ändern auch die Worte von Schmadtke nichts, der mit seinem Statement alle Beteiligten überrascht hat. Trotz seines Vertrages bis 2024 soll der Abwehrspieler seinen Wechselwunsch offen gelegt haben und von den Aussagen des Geschäftsführers lediglich über die Medien erfahren haben.

Pay-TV-Sender Sky zieht eine Art Bluff vonseiten der Wolfsburger in Betracht. "Ich weiß nicht, ob da eine Strategie dahintersteckt" wundert sich Sky-Reporter Max Bielefeld über die Kommunikation der Wölfe.

Lacroix-Ersatz Bornauw schon in Wolfsburg

Bornauw
Die Wölfe haben gerade erst Sebastiaan Bornauw vom 1.FC Köln verpflichtet / Mika Volkmann/Getty Images

Prinzipiell gibt es einen Punkt, der darauf schließen lässt, dass im Bezug auf Lacroix noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Mit Sebastiaan Bornauw wechselte erst vor wenigen Tagen ein Innenverteidiger für 13,5 Millionen Euro von Köln nach Wolfsburg. Den Lacroix-Nachfolger hat der Klub demnach eigentlich schon in der Tasche.

Zudem können die Wölfe in der Abwehr auch auf John Brooks, Marin Pongracic und Joshua Guilavogui bauen. Ein riesiges Loch würde Lacroix demnach nicht hinterlassen, selbst wenn er von den genannten Akteuren mit Sicherheit das meiste Potenzial mitbringt.

Letztlich wird alles auf einen Ablöse-Poker hinauslaufen. Schmadtke hat klargestellt, dass die 24 Millionen Euro nicht ausreichend sind und dies lediglich etwas drastisch formuliert, um den Druck zu erhöhen. Dies schließt aber nicht aus, dass sich die Parteien nicht zwischen 25 und 30 Millionen Euro einigen könnten.

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