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VfB Stuttgart vor Ajorque-Transfer: Grätscht Hertha dazwischen?

Dominik Hager
Ajorque steht vor einem Wechsel nach Stuttgart
Ajorque steht vor einem Wechsel nach Stuttgart / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Den ganzen Sommer über wurde über einen Abschied von Sasa Kalajdzic aus Stuttgart spekuliert. Ungünstigerweise ist dieses Szenario für den VfB erst unmittelbar vor dem Deadline-Day eingetreten. Sportdirektor Sven Mislintat scheint dennoch in letzter Sekunde eine dringend benötigte Lösung aus dem Hut zaubern zu können. Doch auch die Hertha mischt mit.


Der VfB hat in diesem Sommer zwar ein schönes Transfer-Plus erzielt, durch die Abgänge von Mangala und Kalajdzic jedoch an Qualität eingebüßt. Nun sieht es immerhin so aus, als könnte der VfB den Abgang des Top-Stürmers doch noch kompensieren. Laut Angaben der französischen Quelle dna.fr hat der VfB Stuttgart ein 10-Millionen-Euro-Angebot für Ludovic Ajorque abgegeben. Dessen Arbeitgeber RC Straßburg ist wohl bereit, von seiner ursprünglichen Forderung zurückzuweichen, weshalb die Quelle von einer Einigung am heutigen Deadline-Day ausgeht.

Ajorque ist mit seinen 1,97 Metern fast so groß wie Kalajdzic und könnte als 1:1-Ersatz angesehen werden. In der vergangenen Saison glänzte der 28-Jährige in der Ligue 1 mit zwölf Toren und acht Vorlagen. 2020/21 lieferte der Angreifer ebenfalls starke 16 Tore und vier Vorlagen. Der Franzose hat zudem den großen Vorteil gegenüber Kalajdzic, dass er körperlich sehr robust und quasi nie verletzt ist. Alles in allem wäre Ajorque sicherlich eine Top-Wahl für die Stuttgarter.

Hertha buhlt ebenfalls um Ajorque: Wer bekommt den Zuschlag?

Der Klub muss allerdings befürchten, dass Hertha BSC noch dazwischen grätscht. Die Berliner beschäftigen sich seit einiger Zeit mit dem Stoßstürmer. Die Berliner sollen ihr Interesse laut kicker-Angaben noch mal intensiviert haben, nachdem ein Deal schon vom Tisch schien. Nun sieht es so aus, als könnten Selke und Piatek den Verein noch verlassen. Dies würde der Hertha die finanziellen Rahmenbedingungen verschaffen, den Ajorque-Transfer zu fixieren.

Der VfB könnte jedoch einen kleinen Lokal-Vorteil haben. Immerhin liegt Stuttgart nur gut zwei Autostunden von Straßburg entfernt entfernt. Der Weg in die französische Heimat wäre also kurz, wenngleich der Stürmer gebürtig aus dem Département Réunion, eine französische Insel im indischen Ozean, kommt.

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