Bayern München

Unerfüllte Transferwünsche: Wollte Hansi Flick diese sechs Spieler zum FC Bayern holen?

Dominik Hager
Gemeinsam haben Flick und Salihamidzic große Erfolge geleistet. Das Streitthema Kaderplanung entzweite das Duo jedoch.
Gemeinsam haben Flick und Salihamidzic große Erfolge geleistet. Das Streitthema Kaderplanung entzweite das Duo jedoch. / ALEXANDER HASSENSTEIN/Getty Images
facebooktwitterreddit

Das fehlende Mitspracherecht bei Transfers ist wohl ein wesentlicher Grund für den Zoff zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic. Nun hat Sport1 eine Liste von Spielern veröffentlicht, die der Bayern-Trainer wohl gerne in seinem Kader gehabt hätte. Wir möchten die sechs veröffentlichten Namen näher durchleuchten. Der Bayern-Coach hätte scheinbar ebenfalls nicht nur Volltreffer transferiert...

1. Kai Havertz

Kai Havertz
Quality Sport Images/Getty Images

In den vergangenen Monaten tauchten immer wieder Berichte auf, wonach Hansi Flick statt Leroy Sané lieber Kai Havertz oder Timo Werner im Kader gehabt hätte. Dies entkräftete der Münchner Coach, wenngleich er zugab, die beiden Chelsea-Neuzugänge ebenfalls gerne im Team gehabt zu haben. Im Falle von Kai Havertz ist der Transfer schlichtweg am Geld gescheitert. Die 80 Millionen hätte der FC Bayern kaum aufbringen können, weshalb sich die Münchner dafür entschieden haben, Sané zu verpflichten und daneben die Kaderbreite zu verstärken.

Es stellt sich auch ein wenig die Frage, wo genau der 21-Jährige hätte spielen können. Auf der Zehner-Position ist Müller gesetzt, während auf dem Flügel Gnabry und Coman wesentlich besser ins System passen. Für Havertz wäre folglich lediglich Platz als Back-up für alle offensiven Positionen gewesen.

2. Timo Werner

Timo Werner
Quality Sport Images/Getty Images

Verglichen mit Havertz wäre Timo Werner für etwa 25 Millionen weniger an Ablöse erwerbbar gewesen. Es ist nachvollziehbar, dass die Münchner dennoch die Finger vom schnellen Stürmer genommen haben. Werner passt nicht sonderlich gut in die Münchner Spielanlage, da er eher ein Spezialist für Konterfußball ist. Für die Außenpositionen fehlt ihm das technische Ausnahme-Können, um auf engem Raum durchzubrechen. Generell ist er ohnehin eher ein Spieler für den Zwei-Mann-Sturm. Zwar kann man Müller als hängende Spitze bezeichnen, jedoch wäre Werner nicht an diesem vorbeigekommen.

3. Mario Götze

Mario Gotze
Soccrates Images/Getty Images

Im Gegensatz zu den beiden letztgenannten Spielern wäre Mario Götze im Sommer ablösefrei gewesen. Bayern-Coach Hansi Flick soll noch immer gute Kontakte zum Weltmeister von 2014 haben und wollte diesen als Back-up verpflichten. Jedoch scheiterte er dabei am Veto von Hasan Salihamidzic.

Derzeit zeigt Mario Götze in Holland, dass er sich auf dem aufsteigenden Ast befindet. Aufgrund der fehlenden Ablöse wäre er vermutlich auch für die Münchner keine schlechte Wahl gewesen. Durch die Abgänge von Thiago und Coutinho ist im Bayern-Mittelfeld einiges an Technik und Stärke im Kurzpassspiel verloren gegangen. Als dann auch noch Joshua Kimmich in der Hinrunde ausfiel, hat ein feiner Fuß im Kader schon etwas gefehlt. Götze wäre sicherlich nicht zum Stammspieler aufgestiegen, hätte aber als Back-up eine gute Rolle spielen können.

4. Dodô

Dodo
Marco Luzzani/Getty Images

Im Winter 2020 sollen Hansi Flick und die Bayern auf Dodô aufmerksam geworden sein. Der 22-jährige Brasilianer agiert bei Shakhtar Donetsk als Rechtsverteidiger. Der Klub-Boss der Ukrainer bestätigte, dass es eine Offerte in Höhe von 20 Millionen vonseiten der Münchner gegeben habe. Allerdings soll der Klub 30 Millionen gefordert haben, weshalb der Deal scheiterte. Dass also Hasan Salihamidzic den Spieler nicht holen wollte, entspricht nicht der Wahrheit.

Dodô gilt als offensivstarker und talentierter Außenverteidiger und sollte als Back-up für Benjamin Pavard fungieren. Letztendlich entschieden sich die Münchner aus finanziellen Gründen für Odriozola, der überhaupt nicht überzeugen konnte. Die Quittung bekam man, als Pavard verletzt ausfiel und Kimmich zurück auf die Rechtsverteidiger-Position musste.

Allerdings kann man auf der anderen Seite wiederum bezweifeln, ob der nur 1,66-Meter große Abwehrspieler körperlich stark genug für den großen Schritt gewesen wäre.

5. Benjamin Henrichs

Benjamin Henrichs
RONNY HARTMANN/Getty Images

Mit Benjamin Henrichs soll Hansi Flick zu diesem Zeitpunkt noch einen weiteren Rechtsverteidiger auf dem Zettel gehabt haben. Dieser spielte damals noch bei der AS Monaco und wechselte ein halbes Jahr später für 12 Millionen nach Leipzig.

Die Münchner Bosse sollen den 24-Jährigen jedoch für nicht gut genug befunden haben. Eine Einschätzung, die man teilen kann. Seit Henrichs als junges Talent bei Bayer 04 Leverkusen entdeckt wurde, entwickelte er sich nie entschieden weiter und ist auch heute nicht viel mehr als Durchschnitt.

Daraus resultierte letztendlich im Sommer die Verpflichtung von Bouna Sarr. Jedoch wissen nur wenige, dass es in diesem Fall ebenso Hansi Flick war, der den Franzosen ins Spiel gebracht hatte. Der 28-Jährige erklärte selbst, dass der Bayern-Coach ihn im Rahmen eines Testspiels zwischen Marseille und den Münchnern persönlich beobachtete und ihm sagte, dass er ihn holen möchte.

6. Emre Can

Emre Can
Mika Volkmann/Getty Images

Im Januar 2020 wäre Can laut Angaben von Sport1 fast bei den Bayern gelandet. Nach einer kurzen Diskussion entschieden sich die Bosse aber gegen eine Verpflichtung, zumal man nicht komplett auf dessen Qualitäten vertraute. Danach bekam der BVB den Zuschlag für den Ex-Turiner.

Can hätte langfristig Javi Martinez als zweikampfstarker Mittelfeldspieler ablösen können. Allerdings besitzt der deutsche Nationalspieler nicht die Abgeklärtheit und Ruhe des Spaniers. In seiner Dortmunder Zeit leistete sich Can immer wieder grobe und entscheidende Schnitzer. Für die Bayern wäre er demnach keine Verstärkung gewesen.

Wie konkret der Transferwunsch von Flick wirklich war, lässt sich nur anhand des Berichts aber kaum bestimmen.

facebooktwitterreddit