90min
Tottenham Hotspur

Von Nagelsmann bis Allegri scheint alles möglich: Wer wird Nachfolger von José Mourinho?

Dominik Hager
Nach der Entlassung von José Mourinho befinden sich die Tottenham Hotspurs auf der Suche nach einem neuen Trainer.
Nach der Entlassung von José Mourinho befinden sich die Tottenham Hotspurs auf der Suche nach einem neuen Trainer. / Clive Brunskill/Getty Images
facebooktwitterreddit

José Mourinho ist als Trainer bei Tottenham Hotspur Geschichte. Der Londoner Klub befindet sich bereits auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für den Portugiesen. Auf der Kandidatenliste stehen mit Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick auch erfolgreiche deutsche Trainer. Sehen wir also nach Thomas Tuchel und Jürgen Klopp bald einen dritten deutschen Trainer bei einem englischen Top-6-Klub? Wir wollen die Kandidaten erst einmal näher durchleuchten.

1. Julian Nagelsmann

Julian Nagelsmann
Pool/Getty Images

Der Leipziger Trainer Julian Nagelsmann soll laut Angaben der englischen Zeitung The Athletic ganz oben auf der Wunschliste stehen. Tottenham-Boss Daniel Levy soll ein großer Fan des Coaches sein, zumal dieser modernen und attraktiven Fußball spielen lässt.

Jedoch gilt auch für die Engländer, dass der 33-Jährige noch einen Vertrag in Leipzig besitzt und mindestens 15 Millionen Euro Ablöse kosten würde. Es könnte durchaus sein, dass RB eher bereit dazu ist, den Trainer nach England zu verkaufen als nach München, jedoch ist fraglich, ob Nagelsmann das selbst will. Im Falle des Falles würde dieser einen Wechsel zu den Bayern mutmaßlich bevorzugen.

2. Ralf Rangnick

FBL-AUT-TIPICO-BUNDESLIGA-SALZBURG-GRAZ
BARBARA GINDL/Getty Images

Der Name von Ralf Rangnick wird derzeit quasi überall gehandelt, wo eine Trainerstelle zu vergeben ist. Für den ehemaligen Leipzig-Coach spricht, dass er mit seinem Sachverstand sowohl einzelne Spieler als auch das gesamte Team weiterentwickeln kann. Im Gegensatz zu Nagelsmann ist er zudem vertraglich nicht gebunden. Eine Trainer-Karriere in England wäre sicherlich auch für den 62-Jährigen eine interessante Erfahrung.

3. Marcelino

Marcelino Garcia Toral
Soccrates Images/Getty Images

Marcelino ist derzeit Trainer bei Athletic Bilbao, mit dem er derzeit auf einem mäßigen elften Tabellenplatz liegt. Allerdings verfügt der 55-Jährige über eine gewaltige Erfahrung, zumal er in seiner Trainerkarriere fast die halbe La Liga durch hat. Die englische Zeitung berichtete, dass die Londoner bereits Vertreter von Marcelino kontaktiert hätten. Der Vertrag des Spaniers läuft zwar noch bis 2022, jedoch könnte eine Klausel dafür sorgen, dass dieser nicht zu teuer wäre. Der Spanier gilt als einer der Favoriten auf den Job.

4. Massimiliano Allegri

Massimiliano Allegri
LUCAS BARIOULET/Getty Images

Der italienische Gegenpart zu Marcelino ist Massimiliano Allegri. Der 53-Jährige ist einer der Trainer-Dinos der Serie A und saß für AC Mailand und Juventus Turin rund 550 Spiele auf der Bank. Derzeit ist Allegri vertragslos, wodurch er natürlich auch ein Kandidat für die Spurs ist. Nach zwei Jahren Pause wäre es für den erfolgreichen Coach an der Zeit, ein neues Team zu leiten. Bislang soll es laut The Athletic jedoch noch keine Kontaktaufnahme gegeben haben. Es ist ohnehin fraglich, wie gut der Italiener in die Premier League passt.

5. Roberto Martinez

Roberto Martinez
BSR Agency/Getty Images

Roberto Martinez möchte im Sommer mit dem belgischen Nationalteam den EM-Titel holen. Im Anschluss könnte der ehemalige Coach von Everton und Wigan Athletic in die Premier League zurückkehren. Die Fans reagierten jedoch aufgebracht auf die Meldung, dass der Spanier ihren Klub führen könnte. Martinez wird vorgeworfen, dass er zwar ein guter National-, aber kein guter Klubtrainer sein soll. Große Erfolge im Vereinsfußball hat der 47-Jährige tatsächlich noch nicht vorzuweisen.

6. Hansi Flick

Hans-Dieter Flick
Pool/Getty Images

Hansi Flick bei Tottenham Hotspur wäre natürlich eine Sensation. Es gibt jedoch zwei Dinge, die eine Tätigkeit gar nicht unmöglich erscheinen lassen. Zum einen berichtete die Welt, dass Flicks Berater zwei Angebote aus England erhalten haben sollen und zum anderen ist ein Wechsel zum DFB-Team gar nicht so sicher. Der DFB wird keine Ablöse für den Bayern-Coach zahlen, was die Münchner nur mit wenig Begeisterung zur Kenntnis nehmen dürften.

Demnach bestände durchaus die Möglichkeit, dass Flick im Vereinsfußball bleibt. Nach all den Erfolgen ist er sicherlich ein begehrter Mann.

facebooktwitterreddit