Thomas Müller

Müller vor Wiedersehen mit Entdecker van Gaal: "Bleibenden Eindruck hinterlassen"

Dominik Hager
Thomas Müller hat Louis van Gaal viel zu verdanken
Thomas Müller hat Louis van Gaal viel zu verdanken / SASCHA SCHUERMANN/GettyImages
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Thomas Müller freut sich ganz besonders auf das Länderspiel der DFB-Auswahl gegen die Elftal. Der Klassiker ist nicht nur fußballerisch ein Highlight, sondern vereint Müller auch mit Bondscoach Louis van Gaal.


Es ist inzwischen zwölfeinhalb Jahre her, als ein staksiger, wenig filigraner und bis dato noch unbekannter Stürmer sich auf den Weg machte, den deutschen Fußball auf Jahre mit zu prägen. Die Rede ist natürlich von keinem Geringeren als Thomas Müller.

Doch was wäre eigentlich geschehen, wenn der FC Bayern zu diesem Zeitpunkt nicht Louis van Gaal als Coach eingestellt hätte?

"Kreisliga-Spieler" Thomas Müller: Ein Talent, das man hätte übersehen können

"Bei Thomas Müller denkt man, der ist ein Kreisliga-Spieler. Wie kann das sein, dass der so gut ist?", wundert sich Bastian Schweinsteiger in der Amazon-Dokumentation "FC Bayern - Behind the Legend".

Man mag ihm seine Verwunderung nicht verdenken. Während bei Spielern wie Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder oder Arjen Robben ein Blinder hätte erkennen können, dass sie grandiose Kicker werden, musste man bei Müller die Lupe schärfen. Der Raumdeuter kommt schließlich mehr über das Spiel ohne Ball und seine unkonventionellen Ideen als über Tempo oder Technik.

Tatsächlich hätte das große Talent in Müller leicht übersehen werden können. Dass dies nicht der Fall war, ist in erster Linie zwei Personen zu verdanken: Hermann Gerland, der 2008 einen Wechsel zu Hoffenheim verhinderte, und Louis van Gaal.

Van Gaal eröffnete Müller den Weg zur Mega-Karriere

"Müller spielt immer", stellte der ehemalige Bayern-Coach direkt in der Anfangsphase seiner Amtszeit klar und verblüffte damit den ein oder anderen Journalist. Dieser Müller trug zwar dank Namensvetter Gerd Müller einen in München bestens bekannten Namen, spielte in der Bundesliga bis zu dem Zeitpunkt aber nur 28 Minuten.

Anders als bei Pep Guardiola, bei dem jeder Bayern-Profi ein "super, super Spieler" war und der am liebsten "1000 Dantes gehabt" hätte, steckte bei den Worten des Holländers aber auch eine eindeutige Botschaft dahinter. Müller absolvierte in der Spielzeit 2009/10 alle 34 Bundesliga-Spiele und startete in seine große Karriere. Spätestens bei dem WM 2010 erfuhr dann jeder - inklusive Diego Maradona - von den ganz besonderen Qualitäten des Spielers.

Müller sehnt sich nach Treffen: "Freue mich darauf, van Gaal persönlich wiederzusehen"

Kein Wunder also, dass der heute 32-Jährige dem Aufeinandertreffen mit van Gaal entgegenfiebert. "Ich freue mich darauf, ihn persönlich wiederzusehen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln", erklärte er im Rahmen einer PK beim DFB-Team. Wenngleich van Gaal nur eineinhalb Jahre in München blieb, sehen ihn viele nicht ohne Grund als Grundstein für die erfolgreiche Zeit, die nach ihm folgte.

Van Gaal hat den FC Bayern verändert. Nicht nur wegen Müller, sondern auch wegen Badstuber, der Verpflichtung von Robben und der Revolution vom Klinsmann'schen Rumpelfußball hin zum dominanten, technisch feinen und schnellen Flügelspiel.

"Louis van Gaal hat trotz seiner relativ kurzen Amtszeit einen bleibenden Eindruck hinterlassen - bei Bayern München und im deutschen Fußball", erinnert sich Müller gut an die Zeit, die bereits 2010 beinahe ein Triple herbeigebracht hätte.

Van Gaal mag zuweilen ein eigenartiger Charakter sein - immerhin müssen ihn sogar seine Töchter siezen -, sein großer Glaube in die Fähigkeiten von Müller war aber nur eines: genial!


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