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FC Schalke 04

Schalke unter Druck: Die voraussichtliche S04-Startelf gegen Hansa Rostock

Yannik Möller
Dimitrios Grammozis will sich auch beim Hansa-Duell freuen können
Dimitrios Grammozis will sich auch beim Hansa-Duell freuen können / Christof Koepsel/Getty Images
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Schalke bestreitet am Samstagabend das Spitzenspiel in der zweiten Liga. Auswärts muss beim Aufsteiger Hansa Rostock bestanden werden. In der S04-Startelf läuft es zwangsweise auf personelle, womöglich auch auf taktische Umstellungen hinaus.


Nach zwei Siegen hintereinander wurde der Stimmung rund um Schalke 04 am vorigen Wochenende wieder einmal ein Schlag versetzt. Die 1:2-Heimniederlage gegen Karlsruhe mitsamt der Roten Karte von Victor Palsson war ein erneuter Rückschritt. Nicht nur spielerisch, sondern auch vom Ergebnis.

Das soll an diesem Spieltag anders laufen. Am Samstagabend (20:30 Uhr) geht es ins Spitzenspiel gegen Hansa Rostock. Der Aufsteiger steht zurzeit auf dem 14. Tabellenplatz, hat auf die Knappen lediglich drei Punkte Abstand. Ein Spiel, das eigentlich mit einem Sieg für Königsblau enden muss - zu groß ist die Qualität des Kaders im Vergleich zu den Gastgebern.

Schalke könnte gegen Rostock umstellen - Grammozis wird das vermutlich anders sehen

Nach einer zuletzt unsicheren Partie muss Ralf Fährmann wohl seinen Posten räumen. Die Sport Bild berichtet, dass Martin Fraisl gegen den Aufsteiger ins Tor rücken wird - eine der letzten Patronen, die Grammozis in seinem Colt hat.

Grundsätzlich wäre durch die Palsson-Rote eine Umstellung möglich. Schalke könnte auf eine Viererkette setzen, Ko Itakura ins defensive Mittelfeld beordern und dadurch in einem offensiven 4-3-3 auftreten. Wahrscheinlich ist das aber nicht: Dimitrios Grammozis wird höchstwahrscheinlich auf seine Dreier- bzw. Fünferkette bestehen.

Victor Palsson, Christof Guensch
Victor Palsson wurde gegen den KSC mit Rot vom Platz gestellt / Lars Baron/Getty Images

Dann dürften Marcin Kaminski, Itakura und Malick Thiaw weiterhin die Innenverteidigung bilden. Keiner von ihnen schwächelte so sehr, dass Dries Wouters oder Timo Becker direkte Kandidaten für die Startelf sind. Links ist und bleibt Thomas Ouwejan gesetzt. Auf rechts erledigte Darko Churlinov zwar einen sehr soliden Job, doch durch den Wunsch Grammozis', mehr Flanken zu schlagen, könnte es auf einen Wechsel zu Mehmet-Can Aydin hinauslaufen.

Im defensiven Mittelfeld wird Palsson fehlen. Die wahrscheinlichste Option dürfte Florian Flick sein - auch die Bild schätzte diesen Wechsel zuletzt als nahezu sicher ein. Neuzugang Marc Rzatkowski wird vom Trainerteam eher als Achter angesehen, ist dafür somit keine richtige Option. Zumal längst nicht sicher ist, ob er am Samstag bereits im Kader steht. Danny Latza ist noch kein Thema.

Davor läuft eigentlich alles auf Rodrigo Zalazar und Dominick Drexler hinaus. Beide blieben gegen den KSC ziemlich blass, was bei der Schalker Spielweise aber nicht allzu verblüffend ist. Yaroslav Mikhailov wäre eine Option. Allerdings scheint der 18-Jährige zurzeit kaum ein Thema zu sein: sein letzter Einsatz war gegen Regensburg und auch da spielte er nur für wenige Minuten.

Für den Sturm braucht man kaum Worte zu verlieren: Simon Terodde ist sowieso gesetzt, auch an Marius Bülter führt kaum ein Weg vorbei. Sollte Churlinov tatsächlich durch Aydin ersetzt wären, wäre der Nordmazedonier zumindest eine Alternative für den Doppelsturm. Es muss jedoch eine Menge passieren, dass Grammozis sein Sturm-Duo abändert.


Die voraussichtliche Schalke-Aufstellung gegen Hansa im Überblick:

Im 3-5-2: Fraisl - Thiaw, Itakura, Kaminski - Aydin, Flick, Ouwejan - Zalazar, Drexler - Bülter, Terodde

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