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Transfer

Ginter vor Wechsel nach Spanien

Jan Kupitz
Matthias Ginter ist heiß umworben
Matthias Ginter ist heiß umworben / Soccrates Images/Getty Images
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Matthias Ginter steht bei Borussia Mönchengladbach vor dem Abschied! Allerdings zieht es den deutschen Nationalspieler wohl nicht zu Bayer Leverkusen, sondern nach Spanien.


Zunächst hatte die Bild-Zeitung berichtet, dass Matthias Ginter ein "ernstes Thema" in Leverkusen sei. Eine Anfrage von Simon Rolfes an dessen Berater wurde dem Boulevardblatt mittlerweile bestätigt.

Doch um den Innenverteidiger buhlen auch noch weitaus namhaftere Kaliber als die Werkself. So hat die Bild erfahren, dass Real Madrid, der FC Barcelona und Atletico ihr Interesse bei Ginters Management hinterlegt haben! Angesichts solcher Konkurrenz ist Bayer 04 im Werben um den 27-Jährigen raus, zumal die Rheinländer keinesfalls in ein Wettbieten einsteigen wollen.

Warum deutet sich ein Wechsel an?

Laut dem Bericht gibt es bei Ginter "die eindeutige Tendenz", dass es für ihn nach Spanien geht. Eine Verlängerung bei der Borussia scheint kaum mehr denkbar, obwohl der deutsche EM-Fahrer sogar Verständnis dafür hätte, dass die Fohlenelf in Zeiten der Coronapandemie sparen muss und die "fetten Jahre für Spieler und Berater vorbei sind", wie Max Eberl es ausgedrückt hatte.

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Ginter verlässt die Borussia wohl / INA FASSBENDER/Getty Images

Bis dato gab es von den Gladbachern noch immer kein Angebot für einen neuen Vertrag. "Wenn ich weiß, dass ich einem Spieler kein adäquates Angebot machen kann, kann ich es auch bleiben lassen", erklärte Eberl der Bild die Gründe. Ginter hätte sich diesbezüglich wohl mehr Offenheit und Klarheit gewünscht.

Welche Ablösesumme ist für Ginter im Gespräch?

Wie es scheint, wird Gladbachs Sportdirektor bald die Verhandlungen mit den spanischen Topklubs angehen müssen, um für Ginter eine adäquate Ablösesumme rauszuschlagen. Obwohl dessen Vertrag am Niederrhein nur noch ein Jahr gültig ist, sind rund 20 Millionen Euro im Gespräch.

Haben die Spanier Bedarf an Ginter?

Der FC Barcelona will sich im Sommer vom schwächelnden Clement Lenglet trennen, braucht zudem einen Nachfolger für Gerard Piqué, der mit 34 Jahren seinen Zenit überschritten hat. Da die Katalanen zudem finanzielle Sorgen haben, ist ein Mega-Transfer wie zum Beispiel Jules Koundé (mindestens 50 Millionen Euro) ausgeschlossen. Das Preis-/Leistungsverhältnis wäre bei Ginter unschlagbar.

Real Madrid wird neben Sergio Ramos (PSG) wohl auch Raphael Varane (vor Wechsel zu Man United) verlieren und hat daher dringenden Handlungsbedarf. David Alaba scheint zur neuen Saison im Abwehrzentrum gesetzt, daneben sind nur Eder Militao und Nacho Fernandez vorhanden. Solide Spieler, mehr aber auch nicht.

Atletico hat auf dem Papier den wenigsten Bedarf an Ginter, stehen doch mit Gimenez, Hermoso, Savic und Felipe vier zuverlässige Verteidiger im Kader. Doch es scheint, als hätten die Rojiblancos nach dem Meistertitel Blut geleckt. Wenn man Real und Barça auf Dauer ebenbürtig sein will, muss der Kader weiter aufgepimpt werden. Ein Ginter für 20 Millionen Euro passt da natürlich prima rein.

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