Kane übernimmt nach fatalem Fehlschuss die Verantwortung

Dominik Hager
Harry Kane hat sich einen folgenschweren Fehlschuss geleistet
Harry Kane hat sich einen folgenschweren Fehlschuss geleistet / James Williamson - AMA/GettyImages
facebooktwitterreddit

Harry Kane war die tragische Figur beim WM-Aus der Three Lions gegen Frankreich. Der Tottenham-Stürmer musste gleich zweimal vom Punkt ran - und vergab den zweiten Strafstoß. Während sein erster Elfmeter ganz souverän saß, gingen ihm bei seiner zweiten Chance vom Punkt die Nerven aus. Der Ball segelte weit über das Tor und die Chance war dahin, erneut auszugleichen. Nach dem Spiel hat sich der Unglücksrabe zu seinem Elfmeter geäußert.


Mit seinem ersten verwandelten Elfmeter hat Harry Kane einen Rekord eingestellt. Nie in der WM-Geschichte konnte ein Spieler bei einer WM mehr als vier Elfmeter verwandeln. Ausgerechnet der eiskalte Brite schoss den zweiten Strafstoß dann jedoch in den Nachthimmel. Im Nachgang tat sich der Angreifer schwer, eine Erklärung zu finden.

"Ich kann nicht meine Vorbereitung oder Details für den Fehlschuss verantwortlich machen", erläuterte Kane nach dem Spiel. "Ich habe mich beim ersten Elfmeter genauso sicher gefühlt wie beim zweiten", resümierte er.

Kane übernimmt die Verantwortung für Three-Lions-Aus

Nach dem damit verbundenen Aus zeigte er sich enttäuscht, aber nicht gebrochen. Für Kane war es selbstverständlich, als Top-Torjäger und Leitwolf die Verantwortung zu übernehmen und natürlich weiß auch der ansonsten so treffsichere Stürmer, dass solche Schicksals-Momente zum Fußball dazugehören.

"Das wird uns eine Weile verfolgen, aber wir werden auch das hinter uns lassen. Als Kapitän übernehme ich die Verantwortung, auch für die Ausführung des Elfmeters", nahm er die "Schuld" auf sich.

Kane hatte schon immer eine eher spezielle Taktik bei Elfmetern. Diese sind immer sehr stramm und gerne auch hoch geschossen. Klar ist, dass Elfmeter, die stramm und hoch geschossen werden und das Tor nicht verfehlen, zu 99 Prozent auch drin sind. Das Risiko liegt jedoch darin, dass ein Ball eine Schwerelosigkeit bekommt und in den Oberrang abdriftet. Gerade in einem solch entscheidenden Moment ist das natürlich mehr als bitter. Dem ein oder anderen dürfte das aber immer noch lieber sein, als Trippel-Anläufe und Halbhoch-Schieber, die fast immer im Desaster enden.


WM-Experte Tobias Escher analysiert die K.o.-Runde und die Umbruchstimmung beim DFB:

facebooktwitterreddit