Gabriel Jesus

Gabriel Jesus muss bei Man City Erling Haaland weichen: Die Chance für den BVB?

Dominik Hager
Gabriel Jesus könnte Manchester City im Sommer verlassen
Gabriel Jesus könnte Manchester City im Sommer verlassen / Catherine Ivill/GettyImages
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Erling Haaland wird den BVB im Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit verlassen und sich Manchester City anschließen. Während die Dortmunder für den Angriff einen Ersatz benötigen würden, wäre Gabriel Jesus bei den Skyblues nicht mehr gefragt. Die brasilianische Quelle lancent berichtet, dass City bereit ist, Jesus im Sommer ziehen zu lassen. Dies könnte nun auch eine Chance für Borussia Dortmund sein.


Gabriel Jesus hat schon jetzt Probleme dabei, sich im Team der Skyblues zu behaupten. Obwohl der Brasilianer der einzige "wirkliche" Stürmer im Kader ist, entscheidet sich Pep Guardiola häufig gegen ihn und bringt vor allem in wichtigen Spielen meist Phil Foden als "falsche Neun". In den letzten Monaten gingen seine Einsatzzeiten immer weiter zurück. Sollte nun Erling Haaland nach Manchester wechseln, würde sich die Situation des 25-Jährigen nochmals drastisch verschlechtern.

Jesus weist starke Zahlen in Manchester auf: Passt der Brasilianer zum BVB?

Dies könnte nun auch die Chance für den BVB sein, mit Jesus einen tollen Stürmer als Haaland-Ersatz an Land zu ziehen. Mit wettbewerbsübergreifend sieben Toren und elf Vorlagen liest sich die Bilanz des Offensivspielers nicht zwingend wie die eines Knipsers. Betrachtet man seine komplette Zeit bei den Skyblues, ist seine Bilanz mit 89 Toren und 45 Vorlagen in 229 Spielen schon recht gut. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass der 54-malige brasilianische Nationalspieler häufig nur zu Joker-Einsätzen kam.

Die Bilanz zeigt aber auch, dass Gabriel Jesus nicht der klassische Mittelstürmer ist, den Erling Haaland darstellt. Der City-Star ist nicht so abschluss- und kopfballstark wie Haaland und verfügt mit seinen 1,75 Meter auch nicht über die physischen Qualitäten und die körperliche Präsenz, die den Norweger auszeichnen.

Jesus ist dagegen technisch weitaus stärker als Haaland und hat im Dribbling deutlich mehr zu bieten. Demnach kann er genauso gut über die Flügel kommen. Jesus als "falsche Neun" oder "reinen Außenstürmer" zu bezeichnen, wäre aber falsch. Der Brasilianer weiß schon, wie er sich im Strafraum zu verhalten hat und verfügt über einen ausgeprägten Torinstinkt.

Für den BVB wäre dieser Stürmer absolut Gold wert, weil er eben auch so flexibel ist. Es wäre beispielsweise überhaupt kein Problem, eine Doppelspitze etwa mit Malen und Jesus aufzubieten. Ebenso könnte er aber als alleiniger Neuner auflaufen oder aber auch als Außenstürmer aufgeboten werden.

Positiv hinzu käme, dass Gabriel Jesus mit seinen 25 Jahren genau im richtigen Alter wäre. Der Spieler hat noch viele gute Jahre vor sich, aber inzwischen auch schon reichlich Erfahrung gesammelt. Erfahrung, die im Dortmund-Sturm nicht jeder besitzt.

Ist ein Jesus-Transfer für Dortmund überhaupt realisierbar?

Stellt sich nur noch die Frage, ob sich ein Transfer für Schwarz-Gelb realisieren ließe. Die Ablöse dürfte wohl zu stemmen sein, da der Spieler nur noch bis 2023 Vertrag hat und die Skyblues ja verkaufsbereit sein würden. Sollten sich die Dortmunder aber auch noch Adeyemi und Schlotterbeck sichern, müsste man vermutlich trotzdem arg kämpfen. Zudem wäre ja auch ein neuer Sechser eine nötige Bereicherung.

Ein Vorteil ist sicherlich, dass der BVB mit einem abgeschlossenen Haaland-Verkauf ganz gute Karten bei den City-Verantwortlichen hätte. Natürlich besteht aber die Gefahr, dass ein anderer Top-Klub bereit ist, deutlich mehr für den Spieler auf den Tisch zu legen. An Angeboten wird es Jesus jedenfalls nicht mangeln.

Aufgrund der Tatsache, dass die Skyblues die erste Option von Jesus in Europa darstellen, ist er zumindest in Sachen Gehalt noch nicht gänzlich "versaut". Laut Kleinfeldhelden erhält der Spieler neun Millionen Euro jährlich, wohingegen fussballtransfers.com von nur 5,4 Millionen Euro spricht. Ins Gehaltsgefüge von Schwarz-Gelb könnte er demnach gerade so passen, zumal die Spitzenverdiener Hummels, Meunier und Reus laut salarysport.com um die zehn Millionen Euro jährlich erhalten. Natürlich lauert aber auch hier die Gefahr, dass andere Klubs Gabriel Jesus mehr anbieten.

Eine tolle Lösung wäre der brasilianische Stürmer für den BVB definitiv, ob sich diese aber umsetzen lässt, erscheint ein wenig fraglich.


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