FC Bayern oder TSG Hoffenheim? Chris Richards vor schwerer Entscheidung

Bleibt Chris Richards nach seiner starken Halbserie in Hoffenheim?
Bleibt Chris Richards nach seiner starken Halbserie in Hoffenheim? / Johannes Simon/Getty Images
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Chris Richards hat in der vergangenen Saison wahrlich etwas Besonderes vollbracht. Der junge Innenverteidiger war schließlich der einzige Münchner Leihprofi, der seine Zeit gut genutzt hat und mit ordentlich Spielpraxis zurück zu den Bayern reisen konnte. Allerdings hat Richards auch seinen Leihverein, die TSG Hoffenheim, überzeugt. Der Tabellen-Elfte der abgelaufenen Saison möchte den 21-Jährigen gerne halten.


Nachdem Chris Richards im Winter per Leihe nach Hoffenheim wechselte, überzeugte der US-Amerikaner auf Anhieb und konnte sich einen Stammplatz sichern. Nun befindet sich das Abwehr-Talent jedoch wieder in München, wo er sich wegweisenden Entscheidungen stellen muss. Letztlich stellt sich für den Youngster die Frage, ob er bei den Bayern überhaupt eine Chance auf (regelmäßige) Einsätze hat.

Klar ist jedenfalls, dass es zwischenzeitliche Ausflüge zu den Amateuren nicht mehr geben kann. Bayern II spielt nach dem Abstieg in Liga vier, wofür Richards inzwischen eindeutig zu weit in seiner Entwicklung ist.

Profitiert Richards von der Dreierkette? So stehen seine Chancen beim FC Bayern

Doch wie sieht es eigentlich bei den Profis aus? Der US-Boy könnte zum Beispiel von einer möglichen Umstellung auf eine Dreierkette profitieren. Richards kann sowohl als Innen- als auch Außenverteidiger auflaufen, was seine Chancen natürlich erhöht. Hierbei kommt ihm auch seine Beidfüßigkeit zugute.

Die einzige realistische Chance bestände wohl darin, Benjamin Pavard zu verdrängen, der rechts innen auflaufen dürfte. Allerdings wird es definitiv kein leichtes Unterfangen, gegen den französischen Nationalspieler anzukommen. Neben den (mutmaßlich) gesetzten Lucas Hernandez und Dayot Upamecano gibt es dazu noch Niklas Süle, Tanguy Nianzou und Omar Richards als Konkurrenten um Einsatzminuten.

Ersterer könnte den Verein allerdings verlassen, wohingegen Nianzou als riesiges Talent gilt, sich jedoch auch verletzungsanfällig präsentierte. Omar Richards ist hingegen nicht stärker einzuschätzen als sein Namensvetter. Es könnte also durchaus sein, dass Chris Richards als universell einsetzbarer Back-Up immer wieder zu Einsatzzeiten kommt.

Julian Nagelsmann soll den Abwehrspieler laut BILD-Angaben durchaus im Blick haben. Zudem sei man in München von seiner Professionalität angetan. Trotz allem muss natürlich auch festgehalten werden, dass ein Verbleib für Richards ein Risiko wäre. Die Gefahr, dass er nicht zum Zug kommt, ist mindestens genauso hoch wie die Chance auf Spielzeit.

Führt Richard seinen erfolgreichen Weg in Hoffenheim fort?

In Hoffenheim könnte der Spieler hingegen den Weg fortsetzen, den er bereits in der letzten Halbserie eingeschlagen hat. Mit seinen 21 Jahren ist er nun in einem Alter, in dem er regelmäßig in der ersten Liga spielen muss. Die TSG hat ihm diese Chance gegeben und würde dies auch weiterhin tun.

Unklar ist jedoch noch, wie ein Geschäft mit den Bayern aussehen würde. BILD-Angaben zufolge wäre Hoffenheim sogar bereit, den Spieler fest zu verpflichten. Als Ablöse sollen dabei ca. zehn Millionen Euro im Gespräch sein. Alternativ dazu könnte sich der Klub eine weitere Leihe vorstellen. Dafür wäre es aber sinnvoll, dass Richards seinen Vertrag in München (bis 2023) vorher zumindest um ein Jahr verlängert.

Alles in allem scheint Letzteres auch für alle Beteiligten die beste Lösung zu sein. Die TSG hätte für ein weiteres Jahr einen ambitionierten Abwehrspieler, während Richards weiter Spielpraxis sammeln könnte. Dieser müsste seinen Traum vom FC Bayern allerdings nicht begraben. Zudem wäre es auch aus Sicht der Münchner eher fragwürdig, eines der wenigen starken Talente einfach so ziehen zu lassen. Für zehn Millionen Euro sollte der Klub das auf keinen Fall machen.