Bayern München

Antony und Mazraoui glänzen bei Ajax-Gala: Schlägt Bayern gleich doppelt zu?

Dominik Hager
Antony gehörte beim 4:0-Erfolg gegen Dortmund zu den stärksten Spielern
Antony gehörte beim 4:0-Erfolg gegen Dortmund zu den stärksten Spielern / Soccrates Images/GettyImages
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Ajax Amsterdam ist im Champions-League-Vorrundenspiel nur so über den BVB hinweggefegt. Der niederländische Meister bezwang Borussia Dortmund mit 4:0. Dabei überzeugte vor allem die rechte Seite mit Noussair Mazraoui und Antony, an denen auch der FC Bayern bereits Interesse hinterlegt hat.


Ajax Amsterdam hat es trotz zahlreicher Abgänge in den letzten Jahren offensichtlich erneut geschafft, ein europäisches Spitzenteam zu stellen. Nach Frenkie de Jong, Matthijs de Ligt und Donny van de Beek stehen nun unter anderem Mazraoui und Antony im Fokus der europäischen Top-Klubs.

Beim Champions-League-Duell gegen Borussia Dortmund bildeten Mazraoui und Antony ein echtes Traumpaar auf der rechten Seite und überforderten Nico Schulz ein ums andere Mal. Höhepunkt des Abends war schließlich das Traumtor von Antony zum 3:0.

Allerdings plagt sich Ajax trotzdem mit der schwachen nationalen Liga herum, die es beinahe unmöglich macht, dass die absoluten Top-Spieler langfristig bleiben. Allein deswegen haben die großen internationalen Klubs wie Bayern München immer ein besonderes Auge auf die Ajax-Kicker.

Bayern-Bosse nicht überzeugt von Mazraoui: Eine Fehleinschätzung?

Der FC Bayern soll bereits im Sommer an Mazraoui dran gewesen sein und hätte den 23-Jährigen laut Angaben von De Telegraaf für zehn bis 15 Millionen Euro bekommen können. Allerdings waren die Bosse offenbar nicht völlig überzeugt von den Fähigkeiten des Rechtsverteidigers.

Wer dem Marokkaner jedoch am Dienstagabend zugesehen hat, der muss sich zwangsläufig die Frage stellen, ob die Münchner Verantwortlichen im Sommer nicht zu einer Fehleinschätzung gekommen sind. Der Ajax-Profi zeigte sich spielstark und dynamisch, wodurch er seine Seite sowohl offensiv als auch defensiv im Griff hatte.

Noussair Mazraoui
Mazraoui überzeugte gegen den BVB auf ganzer Linie / Soccrates Images/GettyImages

Beim FC Bayern fehlt ein gelernter Rechtsverteidiger noch immer, da Niklas Süle und Benjamin Pavard eigentlich Innenverteidiger sind, die sich grundsätzlich auf ihrer gelernten Position wohler fühlen.

Mazraoui wäre demnach eine spannende Alternative, die man weiter beobachten muss. Der Spieler möchte seinen auslaufenden Vertrag Stand heute nicht verlängern und wäre im Sommer 2022 ablösefrei. Dadurch wäre er quasi ein Pflichttransfer für die Bayern.

Allerdings werden auch andere Top-Klubs in den Poker mit einsteigen. Laut der englischen Zeitung Sun ist nach dem FC Arsenal und AS Rom nun auch Leeds United am Rechtsverteidiger interessiert. Noch handelt es sich dabei allerdings um Klubs, die der FC Bayern in einem Transferpoker ausschalten kann.

Antony als Coman-Nachfolger im Gespräch

Etwas kostspieliger wäre sicherlich ein Transfer von Antony. Der 21-jährige Brasilianer hat noch bis 2025 Vertrag. Zudem ist bestens bekannt, dass junge, schnelle und dribbelstarke Außenstürmer unglaublich im Preis steigen können. Allein sein Traumtor gegen den BVB dürfte ihn wieder fünf Millionen Euro teurer gemacht haben.

In den sozialen Medien überschlugen sich die User vor Begeisterung für den Youngster, was angesichts seiner technisch überragenden Darbietung nicht überrascht.

Die brasilianische Quelle UOL nannte den FC Bayern vor einem knappen Monat als Hauptinteressenten für den Außenbahnspieler und erklärte, dass Ajax mindestens 40 Millionen Euro fordere. Zuletzt meldete Spox, dass die Münchner Antony noch immer als Coman-Nachfolger auf dem Zettel haben, sollte dieser den Verein verlassen. Mit einem Verkauf des Franzosen dürften die Münchner auch das nötige Kleingeld beisammen haben.

Einen unzufriedenen Coman gegen dieses junge und spielfreudige Mega-Talent zu tauschen, wäre vermutlich gar keine so schlechte Option. Allerdings darf man sich auch nicht zu sehr vom Momentum leiten lassen. Die Saison ist noch lang, weshalb auch Coman noch seine Highlights setzen wird, wohingegen Antony auch schlechte Spiele absolvieren dürfte.

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