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Bayern München

Nübel-Poker spitzt sich zu - Fein steht vor dem Abschied von den Bayern

Dominik Hager
Alexander Nübel steht weiterhin auf dem Zettel von Kovac-Klub Monaco.
Alexander Nübel steht weiterhin auf dem Zettel von Kovac-Klub Monaco. / Matthias Hangst/Getty Images
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Alexander Nübel hat eine erste recht frustrierende Saison mit ganz wenig Spielzeit hinter sich gebracht. Der Ersatztorwart der Bayern hat keine Chance, Manuel Neuer auch nur ansatzweise herauszufordern und strebt eine Leihe an. Nur so kann er die nötige Spielpraxis erlangen, um eines Tages als Neuer-Nachfolger in Frage zu kommen. Zuletzt führte die Spur in die Ligue 1 und insbesondere nach Lille und Monaco. Nun scheint auch eine Einigung in Sichtweite zu sein.


Geht jetzt alles ganz schnell im Falle von Alexander Nübel? Sport1-Chefreporter Florian Plettenberg berichtete in seinem Podcast "Meine Bayern-Woche", dass in den nächsten beiden Wochen eine Entscheidung zu erwarten ist.

Mit dem OSC Lille soll ein Interessent jedoch mittlerweile aus dem Rennen sein, da die Forderungen der Münchner (Leihgebühr + Gehaltsübernahme) wirtschaftlich nicht attraktiv sein sollen. Dadurch sollen für den Münchner Torwart nur noch drei Vereine infrage kommen.

Nübel nach Monaco? Kovac soll den Bayern-Keeper weiterhin favorisieren

Einer davon ist weiterhin AS Monaco. Dort hat Trainer Niko Kovac laut Angaben von Foot Mercato Nübel als seinen Wunschkandidaten bestimmt. Der ehemalige Bayern-Trainer plant eine zweijährige Ausleihe. Laut Angaben des Fußball-Portals soll der Ligue-1-Klub aber auch Andre Onana nach seiner verkürzten Doping-Sperre ins Visier genommen haben. Ein Transfer von BVB-Keeper Roman Bürki ist laut BILD-Angaben hingegen vom Tisch.

Klar ist aber auch: Je länger sich die Verhandlungen zwischen den Bayern und Monaco ziehen, desto wahrscheinlicher wird es, dass der Kovac-Klub eine Alternative sucht und findet. Nübel und die Münchner sind in keiner leichten Situation, zumal die meisten Klubs im Tor bevorzugt auf Kontinuität und keinen Leihspieler setzen.

Ein Verkauf ist für die Bayern jedoch weiterhin kein Thema, demnach ist auch eine Kaufoption keine Alternative. Der Keeper soll schließlich eines Tages Manuel Neuer beerben. Dazu braucht es aber jetzt schnellstmöglich einen guten Abnehmer, bei dem der Torhüter bestenfalls schon ab Anfang Juli ins Training einsteigen kann.

Fein möchte die Bayern verlassen: Kiel und zwei weitere Klubs interessiert

Adrian Fein
Adrian Fein konnte beim PSV Eindhoven nicht den nächsten Schritt machen und wird die Bayern wohl verlassen. / BSR Agency/Getty Images

Neben Nübel könnte in den nächsten Tagen auch Adrian Fein die Bayern verlassen. Der junge Mittelfeldspieler hat nach seiner missglückten Leihe nach Eindhoven wohl keine Zukunft mehr in München.

Plettenberg zufolge möchte der Spieler den Verein auch verlassen und strebt keine erneute Leihe mehr an. Der Sport-1-Redakteur berichtet, dass Holstein Kiel Interesse zeigt, jedoch zwei andere Klubs bessere Chancen auf einen Transfer hätten. Um welche weiteren Klubs es sich hierbei handelt, wird nicht weiter ausgeführt.

Vermutlich kommt der Mittelfeldspieler jedoch bei einem ambitionierten Zweitligisten unter. Holstein Kiel fällt in diese Kategorie, zumal die Norddeutschen den Aufstieg nur knapp verpasst haben. Möglicherweise signalisiert jedoch auch der HSV erneut Interesse. Der 22-Jährige war bereits eine Saison lang an die Nordlichter verliehen und konnte zumindest eine Hinserie lang wirklich auf sich aufmerksam machen.

Stand heute hat der strategisch beschlagene und passsichere Akteur noch zwei Jahre Vertrag in München. Herschenken wird der FC Bayern das Talent nicht, weshalb er zunächst beim Trainingsstart erwartet wird. Ganz so einfach wird es für die finanziell meist recht klammen Zweitligisten demnach nicht, den Spieler für sich zu gewinnen. Ein Weggang von den Bayern ist für Fein aber wohl dennoch nur eine Frage von Wochen, zumal die Perspektive wahrlich komplett fehlt.

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