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Bayern München

Vom Lehrling zum Meister: Kahn finalisierte Nagelsmann-Transfer

Dominik Hager
Handout/Getty Images
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Mit Julian Nagelsmann haben die Bayern innerhalb kürzester Zeit ihren Wunschnachfolger für Hansi Flick nach München geholt. Großen Anteil daran hatte laut Bild-Informationen vor allem Oliver Kahn, der im kommenden Jahr das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Karl-Heinz-Rummenigge übernimmt.


Die Wachablöse von Karl-Heinz Rummenigge hin zu Oliver Kahn nimmt zunehmend Gestalt an. Prinzipiell wäre es eigentlich die Aufgabe des 65-Jährigen gewesen, den Transfer von Julian Nagelsmann zu finalisieren. Bereits im Vorfeld war jedoch klar, dass der Bayern-Boss die Angelegenheit in die Hände von Kahn legen wird. Damit ist das Prinzip des langsamen, aber stetigen Machtwechsels nahe dem Endstadium. Ab kommendem Januar soll schließlich der Ex-Torwart der neue starke Mann bei den Bayern sein.

Nagelsmann-Verpflichtung eine Kooperation zwischen Salihamidzic und Flick

Bild-Informationen zufolge, liegt die Nagelsmann-Verpflichtung einer Zusammenarbeit von Kahn und Salihamidzic zugrunde. Der Münchner Sportvorstand soll schon länger an Nagelsmann dran gewesen sein und einigte sich mit den Nagelsmann-Beratern Volker Struth und Sascha Breese auf die Konditionen. Als Flick schließlich am 15. April um seine Freigabe bat, informierten die Bayern Nagelsmann, der wiederum seinen Klub RB Leipzig über seine Absichten unterrichtete.

Kahn, Salihamidzic
Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic verstanden sich bereits auf dem Platz prächtig. / OLIVER LANG/Getty Images

Die schwierigere Aufgabe sollte jedoch noch bevorstehen. Nagelsmann war schließlich noch bis 2023 an die Leipziger gebunden und bekam ein enormes Preisschild umgehängt. Demnach folgten Gespräche, die Oliver Kahn persönlich mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff geführt hat. Red-Bull-Boss Mateschitz wurde ebenfalls informiert, wodurch es schnell zu einer grundlegenden Einigung kam. Dem zukünftigen Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn gelang es, die Forderungen der Leipziger noch zu drücken. Ursprünglich soll der Klub 30 Millionen Euro für den Erfolgscoach verlangt haben.

Wie hoch die Ablösesumme nun wirklich ist, ist noch immer unbekannt, jedoch dürfte sich diese klar unter den zunächst geforderten 30 Millionen Euro befinden. Vermutlich wird es sich ungefähr um die vom kicker berichteten 25 Millionen Euro handeln. Laut Bild-Informationen sollen nur 15 Millionen fix sein und zehn Millionen Prämien dazukommen können.

Zeit als Lehrling neigt sich Ende entgegen: Kahn zeigt sich bereit für große Aufgaben

Ein Deal, der sich gar nicht so schlecht lesen würde, wenngleich wir noch immer über wahnsinnig viel Geld für einen Trainer sprechen. Oliver Kahn hat mit seinem schnellen und erfolgreichen Handeln jedenfalls seine erste ganz große Bewährungsprobe mit Bravour bestanden.

Karl-Heinz Rummenigge dürfte seinen Klub also auch in der Zukunft gut aufgestellt sehen. Der langjährige Vorstandsvorsitzende hat seinen Nachfolger nun schon über einen langen Zeitraum angelernt und dabei offenbar alles beigebracht, was er wissen muss. Wie erfolgreich das Trio Kahn, Hainer und Salihamidzic in Zukunft zusammenarbeiten wird, bleibt abzuwarten. Die Fußstapfen sind ja bekanntlich nicht klein.

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