Bayern-Insider enthüllt: Cuisance galt bei Kollegen als "Stinkstiefel"

Cuisance war bei seinen Mitspielern offenbar nicht wirklich beliebt
Cuisance war bei seinen Mitspielern offenbar nicht wirklich beliebt / Soccrates Images/GettyImages
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Der FC Bayern ist Transfer-Flop Michaël Cuisance in der Winterpause losgeworden. Der junge Mittelfeldspieler wird seine Schuhe künftig für den Serie-A-Klub FC Venedig schnüren. Die Münchner werden mit einem weinenden und einen lachenden Auge auf den Deal zurückblicken.


In seiner gesamten Zeit beim FC Bayern stand Michaël Cuisance lediglich in 13 Pflichtspielen auf dem Platz und absolvierte nur einmal die volle Spieldauer. Im Sommer 2019 haben die Bayern acht Millionen Euro in den damals schon als "charakterlich schwierig" geltenden Mittelfeldspieler investiert. Allerdings hat der Marktwert des Franzosen natürlich beträchtlich gelitten, wodurch die Bayern-Bosse beim FC Venedig nur 4,5 Millionen Euro herausschlagen konnten.

Mega-Summe verpasst: Lok Moskau wollte 10 Mio. Euro zahlen

Bild-Reporter Christian Falk schilderte in seinem Podcast "Bayern Insider" aber nun, dass der FC Bayern mit dem Spieler beinahe sogar Gewinn gemacht hätte. Der russische Klub Lokomotive Moskau soll für die Dienste von Cuisance stolze zehn Millionen Euro geboten haben. Pech nur, dass der Spieler einen Wechsel in die russische Landeshauptstadt ablehnte. Zumindest äußerte Falk aber auch den Verdacht, dass zu den 4,5 Millionen Euro aus Venedig noch mögliche Bonus-Zahlungen folgen könnten.

Es ist dennoch nicht das erste Mal, dass der FC Bayern im Falle von Cuisance eine große Ablöse verpasst hat. Leeds United soll im Vorjahr schließlich an die 20 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler geboten haben, ehe der Deal vermeintlich am Medizin-Check scheiterte. Demzufolge werden sich die 4,5 Millionen Euro nicht unbedingt berauschend anfühlen.

Cuisance galt als "Stinkstiefel" - Biedere Abschiedsworte vom Verein

Die Freude darüber, einen Abnehmer für den Problem-Profi gefunden zu haben, dürfte letztlich dennoch überwiegen. Vermissen werden die Münchner den Fehleinkauf wohl eher nicht. Christian Falk bestätigte, dass der 22-Jährige bei seinen Teamkollegen unter vorgehaltener Hand als "Stinkstiefel" galt. Wirklich überraschend käme dies jedenfalls nicht.

Allein das Abschieds-Statement lässt vermuten, dass der Spieler vom FC Bayern nicht so wahnsinnig geschätzt wurde.

"Wir bedanken uns bei Michael Cuisance für seinen Einsatz im Trikot des FC Bayern und wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg für seine Zukunft beim FC Venedig", wurde Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei der Bekanntgabe des Wechsels kurz und knapp zitiert. Mehr als jenes vorgefertigtes 08/15-Statement hatte der 45-Jährige nicht kundzutun.

Eine Stimme von Cuisance tauchte hingegen gar nicht auf, was durchaus eher unüblich ist. Der Spieler hat die bayerische Landeshauptstadt still und einsam verlassen und sich auf der Reise nach Venedig ja vielleicht mal die Frage gestellt, was in München schief gelaufen sein könnte. Mit seinen 22 Jahren wäre er eigentlich noch jung genug, um einen Reifeprozess einzuschlagen, der ihn als Fußballer und Teamplayer endlich durchstarten lassen würde.


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