Bayern München

Sportvorstand vs. Trainer 2.0: Brodelt es zwischen Nagelsmann und Salihamidzic?

Dominik Hager
Brodelt es zwischen Nagelsmann und Salihamidžić?
Brodelt es zwischen Nagelsmann und Salihamidžić? / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Es ist nicht lange her, da herrschte Friede, Freude, Eierkuchen zwischen den Bayern-Bossen und Julian Nagelsmann. Vor allem das Verhältnis zwischen Trainer und Sportvorstand schien exzellent zu sein. Doch wie viel ist davon noch übrig geblieben? BILD-Berichten zufolge, brodelt es zwischen Nagelsmann und Salihamidzic inzwischen.


Die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Nach dem Dauer-Zwist zwischen Salihamidzic und Flick in der vorherigen Saison, packte der Nagelsmann-Vorgänger im Sommer seine Koffer. Nun fühlen sich die Bayern laut BILD-Angaben an die Anfänge des Streits zurückerinnert.

Zwischen Trainer und Sportvorstand scheint es nämlich ganz ähnliche Probleme zu geben, wie im Vorjahr. Julian Nagelsmann wünscht sich offen Veränderungen im Kader und spaziert immer wieder mit einer "Wunschliste" zu den Bayern-Verantwortlichen. Dabei musste er aber offenbar erkennen, dass Kahn, Salihamidzic und Co. nicht das Christkind sind und den Wünschen des Trainers nicht entsprechend nachkommen. Der Bayern-Coach soll inzwischen verzweifelt darüber sein, wie defensiv die Bayern-Bosse auf dem Transfermarkt agieren.

Sabitzer-Flop schwächt Nagelsmann: Werden ihm die nächsten Wunschspieler verwehrt?

Ein großes Problem für Nagelsmann war und ist der Sabitzer-Transfer. Dass sein Wunschspieler bislang überhaupt nicht eingeschlagen hat, schwächt seine Position. Nun möchte der 34-Jährige mit Konrad Laimer und Borna Sosa offenbar zwei weitere Spieler, an denen die Bosse zweifeln. Salihamidzic traf die Berater der beiden Kicker in Mallorca. Welches Ergebnis die Gespräche brachten, ist nicht bekannt.

In der Münchner Führungsetage hat man darauf gesetzt, dass Nagelsmann auch ohne die ganz großen Transfers Taktiken und Kniffe findet, Probleme und Engstellen im Kader auszugleichen. Nagelsmann switchte (nur bedingt erfolgreich) immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette. Auch das soll intern ein viel diskutiertes Thema gewesen sein.

Borna Sosa
Nagelsmann hätte VfB-Linksverteidiger Borna Sosa gerne im eigenen Kader / Matthias Hangst/GettyImages

Nagelsmann von Klub-Führung allein gelassen

Ein weiterer Spannungspunkt zwischen den Bossen und Nagelsmann soll die Tatsache sein, dass der Trainer zahlreiche große Themen allein moderieren musste. Zu nennen wäre unter anderem die Impfdebatte um Joshua Kimmich und das Katar-Sponsoring.

Für den sportlichen Erfolg war zudem die Vertragssituation um Thomas Müller und Robert Lewandowski nicht gerade förderlich. Dass der FC Bayern so lange mit Gesprächen gezögert hatte, brachte Unruhe in den Verein.

Inzwischen sind zwischen Trainer und Klub-Führung wohl einige Differenzen auf dem Tisch, die man irgendwie begleichen muss. Die Münchner sind schließlich das enorme Risiko eingegangen und haben für den Coach nicht nur eine hohe Ablösesumme gezahlt (ca. 25 Mio. Euro), sondern ihn auch mit einem satten Fünfjahresvertrag ausgestattet. Sollte es schon nach ein oder zwei Jahren nicht mehr gemeinsam funktionieren, hätte man sich ein fettes Eigentor geleistet.


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