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Bayern München

Hoffenheim buhlt weiter um Chris Richards: Warum der FC Bayern den Youngster halten sollte

Dominik Hager
Erhält Chris Richards die Chance beim FC Bayern?
Erhält Chris Richards die Chance beim FC Bayern? / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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Die Zukunft von Chris Richards ist weiterhin unklar. Der junge Abwehrspieler vom FC Bayern ist laut kicker-Angaben noch immer ein Thema in Hoffenheim, wo er in der letzten Rückrunde erfolgreich als Leihspieler agierte. Diskutiert werden soll sowohl eine Leihe als auch eine feste Verpflichtung.


In den letzten Wochen ist es ein wenig ruhiger geworden um Chris Richards. Berichten zufolge soll sich der Abwehrspieler zunächst in der Vorbereitung bei den Bayern beweisen, ehe über seine Zukunft entschieden wird. Diesen Wunsch äußerte der neue Coach Julian Nagelsmann ausdrücklich.

Durch die Verletzungen von Lucas Hernández und Alphonso Davies kann der deutsche Rekordmeister Richards als polyvalenten Backup gut gebrauchen. In Hoffenheim rechnet man jedoch damit, womöglich gegen Ende der Transferphase noch einen erfolgreichen Anlauf starten zu können.

Schlechtes Zeichen für die Jugend: Ein Richards-Verkauf wäre gegen den eingeschlagenen Kurs

Ein wenig fragwürdig wäre es jedoch schon, wenn die Münchner das 21-jährige Talent nach Hoffenheim ziehen lassen würden. Fakt ist, dass der US-Amerikaner in der letzten Saison als einziger Münchner Leihspieler wirklich Leistung gezeigt hat und sich in der Bundesliga etablieren konnte. Als Stammspieler bei der TSG überzeugte Richards mit gutem und fairen Zweikampfverhalten und einem sehr abgeklärten Spiel mit und gegen den Ball.

Zudem ist der Defensiv-Spezialist einer der wenigen aussichtsreichen Spieler, die ihren Weg über die Münchner U19 und Bayern II absolviert haben. Die Bayern-Bosse haben absolut verdeutlicht, auf selbst geformte Talente bauen zu wollen und noch mehr in die Nachwuchsarbeit investieren zu wollen.

Hierzu gehört dann aber auch, dass man auf die Spieler setzt, die den Weg erfolgreich hinter sich gebracht haben und das Potenzial für die erste Mannschaft mitbringen. Bei Richards ist dies absolut der Fall, weswegen es das denkbar schlechteste Zeichen für alle Münchner Nachwuchs-Kicker wäre, wenn man ihn jetzt vom Hof jagt.

Führt der Weg in die Bayern-Startelf langfristig über Benjamin Pavard?

Hinzu kommt, dass Richards durchaus die Chance hat, bei den Bayern auf Spielzeit zu kommen. Der beidfüßige Abwehrspieler könnte schon zu Saisonbeginn hinten links gebraucht werden, zumal Davies und Hernández verletzt ausfallen. Der verbliebene Konkurrent, Omar Richards, muss sich zudem erst an den Verein und die Liga anpassen, wodurch er im Vergleich mit seinem Namensvetter etwas im Nachteil ist.

Pavard
Benjamin Pavard konnte zuletzt nur bedingt überzeugen / CHRISTOF STACHE/Getty Images

Richards könnte sich langfristig aber auch auf der rechten Seite gegen Benjamin Pavard durchsetzen, der in der letzten Saison nicht den besten Eindruck hinterlassen hat.

Zudem wäre Chris Richards auch bei einer Dreierkette auf allen Positionen einsetzbar. Neben Upamecano und Hernández bestände hier auch eine kleine Chance, zumal Süle nicht unumstritten ist und Nianzou nach seinen Verletzungspausen derzeit wenig Spielpraxis besitzt.

Selbstredend könnte sich auch verdeutlichen, dass für Chris Richards in der kommenden Saison wenig Spielzeit über bleibt. In diesem Fall wäre eine erneute Leihe nach Hoffenheim durchaus eine legitime Option. Spätestens dann wird sich auch zeigen, ob der 21-Jährige bereit ist für eine größere Rolle beim FC Bayern.

Den Spieler aber jetzt für etwa zehn Millionen zu verkaufen wäre ein Schritt, den man mit großer Wahrscheinlichkeit bereut und der völlig am ausgeschriebenen Kurs vorbeiführt.

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