Die Favoriten für den Ballon d'Or 2023

Jan Kupitz
Ballon d'Or
Ballon d'Or / FRANCK FIFE/GettyImages
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Die Verleihung des Ballon d'Or 2023 wird aus mehreren Gründen mit Spannung erwartet.

Der Termin für die Verleihung des größten Einzelpreises des Fußballs steht noch nicht fest, aber es wird das erste Jahr sein, in dem die Änderung der Kriterien für die Verleihung des Ballon d'Or von einem vollen Kalenderjahr weg berücksichtigt wird.

Bisher wurden die Leistungen eines Spielers von Januar bis Dezember eines Jahres als Grundlage für den Ballon d'Or herangezogen, was verwirrenderweise zu zwei halben Saisons führte. Jetzt wird jedoch eine ganze Vereinssaison von einem Sommer bis zum nächsten als Zeitrahmen für die Bewertung herangezogen.

Für die Verleihung des Ballon d'Or 2023 liegt die WM 2022 genau dazwischen, da die Endrunde in Katar nach der Verleihung des Ballon d'Or 2022 stattfand. Die WM wird somit in die Bewertung des Ballon d'Or 2023 einfließen. WM-Turniere haben immer einen großen Einfluss auf die Zusammensetzung der Auswahlliste, und das wird auch dieses Mal nicht anders sein.

Es ist noch eine halbe Saison zu spielen, in der die verschiedenen Vereinstrophäen entschieden werden. Nach der ersten Hälfte der Saison 2022/23 und der Weltmeisterschaft werfen wir hier einen Blick auf die ersten Favoriten für den nächsten Ballon d'Or.

Ballon d'Or 2023 - die ersten Favoriten

Khvicha Kvaratskhelia (Napoli & Georgien): Wenn Napoli so weitermacht wie bisher und den ersten Scudetto seit den Tagen von Diego Maradona gewinnt, stehen die Chancen gut, dass ihr neuester Star auf der Ballon d'Or-Shortlist vertreten sein wird. Der 21-Jährige hatte vor der WM-Pause 18 Scorerpunkte in 17 Spielen.

Enzo Fernandez (Benfica & Argentinien): Der beste Youngster der Weltmeisterschaft wird irgendwann im Jahr 2023 einen hochdotierten Wechsel anstreben. Er stand bereits auf dem Radar der großen europäischen Klubs, doch seine herausragenden Leistungen in Katar haben ihn nun in die Schlagzeilen gebracht.

Achraf Hakimi (PSG & Marokko): Der pfeilschnelle Außenverteidiger ist sowohl für seinen Verein als auch für sein Land unverzichtbar. Er war ein wichtiges Mitglied der marokkanischen WM-Helden und hofft immer noch, im Juni mit Paris Saint-Germain den Titel zu gewinnen. Seit 1996 hat kein Verteidiger mehr den Ballon d'Or gewonnen.

Mohamed Salah (Liverpool & Ägypten): Er war zwar nicht bei der Weltmeisterschaft dabei, hat aber dennoch vor der Saisonpause hervorragende Leistungen für Liverpool abgerufen. Von seinen 15 Toren in allen Wettbewerben erzielte er sieben in nur sechs Champions-League-Gruppenspielen.

Luka Modric (Real Madrid & Kroatien): Der 37-Jährige entzieht sich mit seinen Leistungen für Verein und Land weiterhin jeder Logik. Real Madrid strebt in dieser Saison erneut mehrere Titel an, während Kroatien zum dritten Mal in seiner 30-jährigen Geschichte das Halbfinale der Weltmeisterschaft erreicht hatte.

Emiliano Martinez (Aston Villa & Argentinien): Der Gewinner des Goldenen Handschuhs bei der Weltmeisterschaft wird wahrscheinlich zu den Nominierten für diese Auszeichnung gehören. Seine unglaubliche Rettungstat im Finale gegen Frankreich trug direkt dazu bei, dass Argentinien die Trophäe gewinnen konnte.

Antoine Griezmann (Atletico Madrid & Frankreich): Der Franzose spielte bei seiner dritten Weltmeisterschaft groß auf und erinnerte die Menschen genau daran, was für ein genialer Zocker er doch ist.

Vinicius Junior (Real Madrid & Brasilien): Eine durchwachsene Weltmeisterschaft - aber zehn Tore und fünf Assists in 21 Einsätzen für eine Mannschaft von Real Madrid, die den Großteil der Saison ohne Karim Benzema auskommen musste, sprechen für sich.

Robert Lewandowski (Barcelona & Polen): Obwohl er die bekannte Umgebung des deutschen Fußballs gegen eine neue Herausforderung in Spanien eingetauscht hat, sind seine Tore nicht weniger geworden - in 19 Spielen für den FC Barcelona hat er bereits 18 Mal getroffen. Die beiden Tore in Katar waren zudem seine ersten bei einer Weltmeisterschaft überhaupt.

Kevin De Bruyne (Man City & Belgien): Bei der Weltmeisterschaft wirkte er wie ein Schatten seiner selbst, doch seine Form bei Manchester City ist hervorragend. Er hat bereits 15 Vorlagen gegeben, davon zehn in der Premier League, und ist auf dem besten Weg, den Wettbewerbsrekord für eine einzige Saison (20) zu brechen.

Neymar (PSG & Brasilien): Während der Weltmeisterschaft stellte er den brasilianischen Torrekord von Pelé ein, und auch seine Zahlen auf Vereinsebene sind unglaublich. In der Saison 2022/23 hat er bereits 27 Tore für PSG erzielt, das auf dem besten Weg ist, einen weiteren Titel in der Ligue 1 zu gewinnen.

Erling Haaland (Man City & Norwegen): Der neue Star von Manchester City hatte nicht die Chance, bei der Weltmeisterschaft zu spielen. Dennoch hat er die Erwartungen seit seinem Wechsel in den englischen Fußball übertroffen und bis Weihnachten in nur 19 Spielen 24 Tore erzielt.

Kylian Mbappe (PSG & Frankreich): Er ist erst der zweite männliche Spieler in der Geschichte, der in einem WM-Finale einen Hattrick erzielt hat. Er hat das Turnier zwar nicht gewonnen, war aber maßgeblich daran beteiligt, dass Frankreich erneut das Finale erreichte, und schoss sich auf den sechsten Platz der ewigen WM-Torschützenliste. Auch in dieser Saison hat er bereits 19 Tore für PSG erzielt.

Lionel Messi (PSG & Argentinien): Obwohl auch andere Spieler würdige Kandidaten sind, ist es fast unmöglich, dass jemand anderes den Ballon d'Or 2023 gewinnt. Messi war der Gewinner des Goldenen Balls als bester Spieler der Weltmeisterschaft, bevor er die Trophäe schließlich als Kapitän in die Höhe stemmte. Ein erstaunlicher achter Ballon d'Or winkt.

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