Bundesliga

Forsberg-Zukunft in Leipzig ungewiss: Warum sich der FC Bayern bemühen sollte

Dominik Hager
Emil Forsberg spielt in Leipzig eine klasse Saison. Seine Zukunft könnte jedoch woanders liegen. Vielleicht sogar bei den Bayern?
Emil Forsberg spielt in Leipzig eine klasse Saison. Seine Zukunft könnte jedoch woanders liegen. Vielleicht sogar bei den Bayern? / INA FASSBENDER/Getty Images
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In der laufenden Saison zeigt uns Emil Forsberg wieder, was für ein begnadeter Kicker er doch ist. Nach vielen von Verletzungen gezeichneten Spielzeiten kam der schwedische Nationalspieler für seine Verhältnisse ganz gut durch. Das spiegelt sich auch in der Leistung wider. Trotz enormer Konkurrenz gehört er zum Stammpersonal von Julian Nagelsmann. Könnte also eigentlich alles so weitergehen, sollte man meinen. Doch am Leipziger Himmel ziehen Gewitterwolken auf.


Immer wieder ist es ein Genuss, den begnadeten Techniker Emil Forsberg bei der Arbeit zuzuschauen. Kaum ein Bundesligaspieler vereint fußballerische Brillanz, Kreativität, Torgefahr und Qualitäten am ruhenden Ball wie die Leipziger Offensivkraft. Der Schwede ist ähnlich wie Marcel Sabitzer, Marcel Halstenberg und Willi Orban einer der wenigen verbliebenen Spieler, die den Klub im Jahr 2016 zum Aufstieg geschossen haben. Alleine das macht ihn zu einer echten Symbol- und Identifikationsfigur bei RB.

Doch ähnlich wie seine drei Weggefährten besitzt er nur noch einen Vertrag bis 2022. Von daher stellt sich jetzt die Frage, ob der Vertrag verlängert wird oder ein Abschied ansteht. Wie die Bild berichtet, ist der zweite Weg die wahrscheinlichere Option. "Mit mir oder Emil hat noch keiner aus dem Klub über die Zukunft gesprochen", erklärt Forsberg-Berater Hasan Cetinkaya dem Boulevardblatt.

Dies könnte sich jedoch in Kürze ändern, zumal Sportdirektor Markus Krösche angekündigt hat, in den nächsten Wochen mit allen Spielern und Beratern reden zu wollen.

Forsberg brilliert bei Leipzig: Der Klub hat jedoch jüngere Alternativen

Stellt sich für den Klub nun die Frage, ob er sich weiter auf die Qualitäten von Forsberg verlassen möchte. Cetinkaya fordert jedenfalls eine schnelle Beratung zwischen den beiden Parteien. "Emil gehört zu den Topscorern bei Leipzig. Wenn der Klub aber finanzielle Probleme hat und Emils Zukunft nicht absichern kann, dann müssen wir uns zusammensetzen und alles auf den Tisch", so der 44-Jährige. "Der Klub muss ehrlich sein und sagen, dass Emil den Klub verlassen kann", fordert er zudem.

Dass die Zukunft von Forsberg aber keine Frage des Geldes sein wird, sollte allen Beteiligten klar sein. Zwar bleibt auch Leipzig von der Coronakrise nicht verschont, dennoch wäre ein Forsberg-Verbleib sicherlich machbar. Allerdings ist der Offensivspieler auch schon 29 und bekleidet eine Position, auf der sich zahlreiche Spieler tummeln. Unter anderem wären Christopher Nkunku (23), Dominik Szoboszlai (20) und Dani Olmo (22) zu nennen, die alle wesentlich jünger, aber ebenso sehr begnadet sind. Eine Tatsache, die bei den Leipziger Überlegungen eine Rolle spielen dürfte.

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Bisher war Dominik Szoboszlai viel verletzt. Dem 20-Jährigen soll jedoch die Zukunft in Leipzig gehören. / Josef Bollwein/Getty Images

Forsberg vor Abschied: Warum nicht zum FC Bayern?

Nur noch von Wasser und Brot ernähren müsste sich Emil Forsberg aber auch bei einer Trennung nicht. So könnten sich einige interessante Alternativen für den Bundesligastar auftun. Unser Vorschlag: Warum nicht auch ein Wechsel zum FC Bayern? Dort könnte der 29-Jährige Douglas Costa ersetzen und eine wichtige Alternative in der Münchner Offensive darstellen.

Ein großes Plus des Nordeuropäers ist schon mal die Tatsache, dass er offensiv variabel eingesetzt werden kann und auch als Joker bewiesenermaßen wenig Anlaufzeit benötigt. Mit seiner Kombinationsstärke und Kreativität würde er zudem andere Komponenten ins Spiel bringen, als man das beispielsweise von Kingsley Coman und Leroy Sané gewohnt ist. Zudem kann sich Forsberg auch zurückziehen und ein Spiel lenken. Diese Fähigkeit ist bei den Bayern, abgesehen von Joshua Kimmich, eher rar gesät.

Kurzum: Forsberg wäre eine extrem vielseitige und qualitative Alternative, solange der Körper mitspielt. Viel Geld müssten die Münchner in den schwedischen Nationalspieler wohl nicht stecken. Sollte der Vertrag nicht verlängert werden, sind die Leipziger nicht in der Position, hohe Forderungen zu stellen. Ein Preis um die zehn Millionen wäre da realistisch - und da kann man als FC Bayern schon mal zuschlagen.

Also Brazzo, falls du mitliest: Überleg dir das doch mal!

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