Borussia Mönchengladbach

Eberl-Beben in Gladbach: Diese 6 Nachfolger-Kandidaten werden gehandelt

Simon Zimmermann
Gladbach muss sich offenbar auf die Suche nach einem Eberl-Nachfolger begeben
Gladbach muss sich offenbar auf die Suche nach einem Eberl-Nachfolger begeben / Sebastian Widmann/GettyImages
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Die Meldung ist noch ganz frisch - und wurde bislang von Borussia Mönchengladbach noch nicht offiziell bestätigt: Max Eberl will offenbar von seinem Amt als Sportchef zurücktreten. Am Freitagnachmittag wollen sich die Fohlen wohl auf einer Pressekonferenz (voraussichtlich ab 14 Uhr) offiziell äußern.

Es wird erwartet, dass der Abschied des 48-Jährigen nach über 13 Jahren als Sportchef der Borussia dann offiziell verkündet wird. Nach Sky-Infos macht Eberl schon Ende des Monats Schluss. Wie übereinstimmend berichtet wird, haben sich die Verantwortlichen bereits auf die Suche nach einem Nachfolger begeben. Diese Kandidaten werden bislang gehandelt.

1. Steffen Korell

Steffen Korell
Steffen Korell ist schon viele Jahre bei der Borussia / Lukas Schulze/GettyImages

Der 50-jährige Ex-Profi ging einen ähnlichen Weg wie Kumpel Eberl: Auch Korell beendete seine Laufbahn im Fohlen-Trikot, ehe er im Klub eine andere Aufgabe übernahm. 2007 zunächst als Teamkoordinator, später als Chefscout der U19 und seit Anfang 2018 als Leiter der Scoutingabteilung.

Intern wird Korell sehr geschätzt. Als Eberl im vergangenen Jahr eine kurze Auszeit nahm, sprang der 50-Jährige ein. Von vielen Fans wird Korell schon seit geraumer Zeit als Eberl-Nachfolger gehandelt.

Gut möglich, dass er - bei einem kurzfristigen Eberl-Abschied - zunächst interimsweise übernimmt. Roland Virkus (Direktor NLZ) soll ihn dabei wohl unterstützen. Ob er auch langfristig ein Thema als Sportchef ist, bleibt eher fraglich. Zum einen wünschen sich die Verantwortlichen wohl eine externe Lösung. Zum anderen sieht sich Korell selbst nicht unbedingt in vorderster Reihe.

2. Dieter Hecking & Martin Stranzl

Dieter Hecking
Dieter Hecking wurde von Max Eberl als Fohlen-Coach abgesetzt / Martin Rose/GettyImages

Der Ex-Coach und jetzige Nürnberg-Sportvorstand gemeinsam mit dem ehemaligen Abwehrchef? Die Bild nennt das Duo Hecking/Stranzl als mögliche Lösung für die Eberl-Nachfolge.

Doch es gibt einige Stolpersteine: Während Hecking beim FCN noch bis 2023 unter Vertrag steht und laut Sky keine Gladbach-Rückkehr plant, absolviert Stranzl derzeit seine Ausbildung zum Fußballlehrer. "Da ist überhaupt nichts dran. Mit mir hat keiner gesprochen. Ich bin mitten in der Trainerausbildung, da ist ein Job aktuell noch meilenweit entfernt", dementierte er gegenüber ran.

Klingt zunächst nicht unbedingt danach, als ob das Duo ein heißer Kandidat wäre...

3. Rouven Schröder

Rouven Schroeder
Rouven Schröder will mit Schalke zurück in die Bundesliga / Stuart Franklin/GettyImages

Der 46-Jährige kam im Sommer als Sportdirektor zu Schalke 04. Die Knappen will Schröder nach dem Abstieg so schnell wie möglich wieder in die Bundesliga führen. Dafür hat er Trainer Dimitrios Grammozis einen starken Kader zusammengestellt. Schröder erhielt für seine Transferaktivitäten viel Lob und ist ein erfahrener Funktionär.

Laut Sky gibt es Kontakt zum S04-Sportdirektor, der mit Max Eberl befreundet ist. Ob man ihn von den Knappen loseisen kann, ist aber unklar. Schalke wird alles daran setzen, den Sportdirektor zu halten. Und auch Schröder könnte nach nicht mal einem Jahr gewillt sein, das S04-Projekt nicht gleich wieder über Bord zu werfen.

4. Samir Arabi

Samir Arabi
Samir Arabi hat sich bei der Arminia einen Namen gemacht / Thomas F. Starke/GettyImages

Seit 2011 arbeitet Samir Arabi schon für Arminia Bielfeld. Zunächst als Sportlicher Leiter, seit 2016 als Geschäftsführer Sport. Der 42-Jährige hat die Arminen in die Bundesliga geführt und im ersten Jahr den durchaus überraschenden Klassenerhalt geschafft. Dabei zeigte Arabi Mut, als er Mitten in der Saison Aufstiegscoach Uwe Neuhaus freistellte und Frank Kramer als Nachfolger präsentierte.

Arabi gilt als absoluter Fachmann, mit einem guten Händchen bei Transfers und einem seriösen Wirtschaften. Durchaus ein spannender Kandidat für die Borussia.

5. Jörg Schmadtke

Joerg Schmadtke
Kehrt Jörg Schmadtke zur Borussia zurück / Lukas Schulze/GettyImages

Der Ex-Torwart beendete 1998 seine Profikarriere bei den Fohlen. Im Anschluss wurde er Co-Trainer unter Rainer Bonhof, ehe er Gladbach 1999 schon wieder verließ.

Sein Vertrag in Wolfsburg läuft aus. In der Krise der Wölfe scheint eine Verlängerung zumindest fraglich zu sein.

Im Sommer könnte der 57-Jährige demnach frei verfügbar sein. Den allerbesten Ruf dürfte er unter den Gladbach-Fans aber nicht genießen. Nicht nur wegen seiner Zeit beim 1. FC Köln.

Es wäre schon sehr überraschend, sollte Schmadtke tatsächlich Eberl-Nachfolger werden.

6. Christoph Spycher

FC Aarau v BSC Young Boys - Swiss Super League
Christoph Spycher ist bei den Young Boys seit 2016 Sportdirektor / Harold Cunningham/GettyImages

Der 43-jährige Schweizer kickte zwischen 2005 und 2010 für die Frankfurter Eintracht in der Bundesliga. Seit 2016 arbeitet er als Sportdirektor von den Young Boys. In Bern hat Spycher zuletzt viermal in Folge die Schweizer Meisterschaft einfahren können - zu Beginn mit Trainer Adi Hütter.

Im vergangenen Sommer wurde er als Nachfolger von Fredi Bobic bei Eintracht Frankfurt gehalten. Damals blockte Spycher aber einen Abgang von den Young Boys ab. Laut Sky gab es zumindest Kontakt zu Gladbach. Allerdings habe der 43-Jährige bereits zu verstehen gegeben, dass er nicht an einem Wechsel interessiert sei.


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